Rezension - Prinz der Dunkelheit - The broken Empire - Mark Lawrence
Prinz der Dunkelheit
Von Mark Lawrence
Abenteuer, Mystery, Fantasy
Band 1 von 3
381 Seiten
Als Taschenbuch für 9,99 € (hier)
„Wir sind durch unsere Feinde definiert.“
-
Prinz der Dunkelheit, Mark Lawrence, Heyne
Verlag
Prinz Jorg, gerissen, angriffslustig und grausam. Vier Jahre
sind ins Land gezogen seit er den gnadenlosen Mord an seiner Mutter und seinem
Bruder mitansehen musste. Während er selbst gefangen im Dornenstrauch lag, der
ihn für immer verändern würde.
Mit seiner Bruderschaft streift der Prinz heute durchs Land.
Mordet, raubt, vergewaltigt, wie es ihm passt. Doch nun ist für ihn die Zeit
gekommen. Mit seinen neuen Brüdern wendet er sich Richtung Heimat. Auf der
Suche nach seinem Vater. Auf der Suche nach Rache. Auf der Suche nach seinem
rechtmäßigen Erbe, den Thron von Ankrath.
Das Buch beginnt recht … unrealistisch. Ein vierzehnjähriger
Junge der mit teils zwei Meter großen Männern, als Anführer einer gesetzlosen
Band herumläuft und Spaß am Morden findet. Hinzu kommt, es ist ein High Fantasy
Roman verfasst in der Ich-Perspektive. Und die katholische Kirche existiert in
diesem Buch nicht nur, sondern sie ist fast eins zu eins übertragen worden.
Also … warum vergöttere ich dieses Buch so sehr?
Zugeben, als ich bemerkte das es in der Ich-Sicht verfasst
ist, war ich absolut abgetan von dem Buch. Ich habe ohnehin große Probleme in
der Ich-Person zu lesen und diese Schreibweise in einem High-Fantasy Roman zu
finden, ließ mich die Nackenhaare aufstellen.
Und doch, ich verehre dieses Buch. Nicht ich habe das Buch
verschlungen, das Buch hat mich verschlungen. Mit Haut und Haar hat es mich in
seinen Bann gezogen und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen.
Jorg ist ein unfassbar fesselnder Protagonist, der
eigentlich eher der Bösewicht der Geschichte ist. Doch eigentlich gibt es in dem Buch kein Gut
und Böse. Alle sind böse!
Mark Lawrence hat einen unglaublich faszinierenden
Schreibstil. Er ist intelligent und treffend. Das Buch gibt einen den Eindruck
als würde Jorg auf sein Leben zurückblicken und nun seine Eroberungsgeschichte
niederschreiben. Immer wieder trifft man im Buch auf kleine Anekdoten über
seine Gefährten, die Bruderschaft, die einen auf erschreckende Weise
faszinieren. „Messerarbeit ist eine
schmutzige Arbeit, und doch bleibt Bruder Grumlow immer sauber.“
Und obwohl Jorg ein wirklich grausamer und schrecklicher
Mensch ist, versteht man ihn und will irgendwie das er seine Ziele erreicht.
Dieses Buch bringt das Schlechteste in jeden Menschen
hervor und genau das fasziniert einen.
Grausam und faszinierend zugleich.
5 von 5 Sternen
~ Cino
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