Montag, 24. Juli 2017

Rezension zu "Letztendlich sind wir dem Universum egal" von David Levithan

Allgemeines:
Titel: Letztendlich sind wir dem Universum egal
Autor: David Levithan
Verlag: Fischer Jugendbuch
Genre: Jugendbuch
Originaltitel: Every Day
Seitenzahl: 415
Preis: 9,99€ (TB), 16,99€ (HC), 8,49€ (E-Book), 12,99€ (Hörbuch)
ISBN: 978-3-596-81156-4
Erscheinungsjahr: 2014

Inhalt:
A wacht jeden Morgen in einem anderen Körper auf, ohne jemals zu wissen, wer er als nächstes sein wird. As einzige Regel lautet, nicht aufzufallen, keine Spuren im Leben des anderen zu hinterlassen.
Doch dann wacht A eines Morgens im Körper von Justin auf - und trifft Rhiannon. Gegen alle Umstände verliebt A sich sie und versucht von nun an, sie wiederzusehen. Doch kann Rhiannon jemanden lieben, der jeden Tag jemand anders ist?

Meine Meinung:
Der Roman "Letztendlich sind wir dem Universum egal" beschäftigt sich mit Fragen wie "Was macht uns als Personen aus?", "Wer sind wir?" und "Was sind wir bereit, für die Liebe zu opfern?".  Diese Fragen werden im Roman immer wieder aufgegriffen und man kommt als Leser nicht drum herum, sich darüber Gedanken zu machen. Das hat mir sehr gut gefallen, da diese Fragen der Handlung eine große Tiefe verleihen und man sich auch nachdem man das Buch beendet hat, noch mit diesen auseinandersetzt.
Die Handlung wird aus As Sicht erzählt, weshalb man sehr gut mit ihm (/ihr) mitfühlen und sich in ihn (/sie) hineinversetzten konnte. Direkt zu Beginn der Handlung wird man mit dem vertraut gemacht, was A Tag für Tag erlebt, was mir sehr geholfen hat, in die Handlung hineinzufinden und von Anfang an am Ball zu bleiben.
Die Handlung geht zügig voran und es ist wirklich einfach, das Buch fast an einem Stück durchzulesen, da man immer wissen will, wie es weiter geht. Was mir leider nicht so gut gefallen war, war die Tatsache, dass A sich wirklich sehr schnell in Rhiannon verliebt hat. Liebe auf den ersten Blick - schön und gut, aber As Reaktion auf sie war dann doch etwas übertreiben.
Das Ende war für mich ziemlich unerwartet, da es nicht unbedingt das Ende ist, das man von einem solchen Buch erwarten würden. Trotzdem hat es mir gut gefallen, weil es schlüssig war und mich dazu angeregt hat, auch noch über das Buch nachzudenken, nachdem ich es schon lange beendet habe.
Die Idee des Romans hat mir sehr gut gefallen, da sie für mich mal etwas komplett Neues war und mich zum Nachdenken angeregt hat.
Die beiden Hauptfiguren in "Letztendlich sind wir dem Universum egal" fand ich sehr sympathisch. A als Figur hat mir besonders aufgrund seiner "Eigenheit" gefallen. Ich fand es sehr interessant, zu lesen, wie er mit seiner täglichen Veränderung umgeht und was er aufgrund dieser über das Leben sagt.
Auch Rhiannon war mir größtenteils sympathisch, auch wenn ich ihre Reaktionen auf bestimmte Dinge nicht so ganz nachvollziehen konnte.
David Levithan Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er hat mir beim Lesen viel Spaß bereitet und das flotte Vorankommen vereinfacht.

"Letztendlich sind wir dem Universum egal. Dem Universum und der Zeit. Deswegen dürfen wir einander nicht egal sein."  Quelle: "Letztendlich sind wir dem Universum egal", David Levithan, Seite 392, FJB Verlag, 2014

Fazit:
Bis auf einige kleinere Schwächen ist "Letztendlich sind wir dem Universum egal" ein großartiges Buch, das mit einem einzigartigen Thema, viel Tiefgründigkeit und einer fesselnde Handlung punkten kann.
Deshalb vergebe ich für dieses Buch
4 bis 4,5 von 5 Sterne!


LG Tosca

Freitag, 21. Juli 2017

Rezension zu "Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte" von Anna Pfeffer

Allgemeines:
Titel: Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte
AutorIn: Anna Pfeffer
Verlag: cbj
Genre: Kinder-/Jugendbuch
Originaltitel: /
Seitenzahl: 251
Preis: 12,99€ (Hardcover), 9,99€ (E-Book)
ISBN: 978-3-570-17406-7
Erscheinungsjahr: 2017

Inhalt:
Abgesehen davon, dass ihr beim Sprechen vor der Klasse immer die Worte fehlen, ist die 13-jährige Flo ganz normal, zwei beste Freundinnen - Anouk und Julia - Julia, ein Schwarm, das t
Typische eben. Jedenfalls ist das so, bis Anouk ihren Schwarm Ben küsst und fast schon so eine Art Welt für Flo zusammenbricht. Zuhause lässt sie ihren Frust in einem Beitrag für eine Kummerkasteninternetseite raus, natürlich ohne vorzuhaben, den Beitrag jemals abzuschicken. Als sie jedoch aus versehen den einen falschen Klick macht, bricht ein gigantischer Shitstorm auf sie los und sie steht auf einmal ganz alleine da. Das einzig positive ist, dass Schwarm Ben sie auf einmal zu bemerken scheint.

Meine Meinung:
Ich finde das Thema, mit dem sich das Buch beschäftigt, nämlich Mobbing, sehr wichtig und bin der Meinung, dass man sich in Büchern generell mehr damit auseinandersetzen sollte.
In "Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte", ist das sehr gut gelungen. Die Gefahr des Internets und Mobbing an sich wurden sehr gut und ausführlich behandelt und das Buch schafft es, den Leser zum Nachdenken zu bringen.
Die Geschichte ist zudem sehr realistisch und man kann sich sehr gut vorstellen, dass ähnliche Dinge im echten Leben tatsächlich passieren. Die Handlung ist gut strukturiert aufgebaut, es bleibt spannend und auch das Ende hat mir gefallen.
Der Schreibstil des Romans ist sehr angenehm zu lesen, er ist locker, entspannt und macht Lust auf mehr.
Auch die Figuren, und ganz besonders Flo, haben mich überzeugen können. Ich fand -und finde - sie sehr sympathisch und konnte mich gut mit ihnen identifizieren.

Fazit:
Das Buch "Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte" ist ein sehr schönes Buch, das zwar hauptsächlich eine etwas jüngere Zielgruppe anspricht, aber auch ältere Leser mit Charm und der Auseinandersetzung mit einem ernsten Thema für sich gewinnen kann.
Deshalb vergebe ich für das neue Buch von Anna Pfeffer
4,5 Sterne!

LG Tosca :-)

Rezension zu "Ewig Dein" von Janet Clark

Allgemeines:
Titel: Ewig Dein -Deathline
AutorIn: Janet Clark
Verlag: cbj
Genre: Jugendbuch, Fantasy, Mystery
Seitenzahl: 391
Preis: 16,99€ (HC), 13,99€ (E-Book), 14,95€ (Hörbuch)
ISBN: 978-3-570-17366-4
Erscheinungsjahr: 2017
Sonstiges: Weitere Bände erscheinen noch


Inhalt:
Josie ist 16 und hat sich schon als Kind Abenteuer, ein spannendes Leben und ganz große Gefühle gewünscht. Und anscheinend bekommt sie all das nun.
In ihrer Heimatstadt ereignen sich plötzlich seltsame Dinge, die sich niemand erklären kann, sie trifft den geheimnisvollen Ray, den sie nicht mehr aus dem Kopf bekommt, und auch Zuhause auf der Ranch ihrer Familie scheint sich ein Komplott gegen den Hof anzubahnen. Als dort nun auch noch Ray auftaucht und sie sich in ihn zu verlieben beginnt, wird die Situation wirklich gefährlich, denn Ray ist nicht der, für den Josie ihn hält und hat ein Problem, von dem niemand erfahren darf, und wenn die Beiden es nicht schaffen, dieses Problem zu lösen, wird es für jeden gefährlich werden...


Meine Meinung:
Das Erste, was mir einfällt, wenn ich an das Buch denke, ist leider "Verschenktes Potenzial". Die Idee des Buches ist meiner Meinung nach sehr gut und auch mal etwas, was man nicht in gefühlt jedem dritten anderen Jugendbuch lesen kann, jedoch ist das Ganze an der Umsetzung gescheitert.
Der Einstieg in die Geschichte erfolgt vielversprechend, auch da man sich erst nur schlecht vorstellen kann, wo das Ganze hinführen soll. Leider geht das Ganze von da an eigentlich erst mal eine ganze Zeit lang handlungstechnisch nur bergab. Die Handlung zieht sich ungemein und man kann beim Lesen nicht erkennen, wo die Reise hingehen soll. Erst nach ungefähr einem drittel des Buches erfährt man überhaupt erst, was das Grundszenario ist, auf dem die Handlung mal aufgebaut werden soll.
Und dann, wenn man denkt "Hey, jetzt wird es bestimmt spannend!" und man sich auf einen nun endlich spannend Fortgang freut, - Nichts. Bis auf das Ende, das es tatsächlich noch einmal schafft, Spannung aufzubauen, passiert meiner Meinung nach so gut wie Garnichts, was für die Handlung wirklich relevant wäre.
Aber das Buch hat auch durchaus gute Seiten, den Schreibstil zum Beispiel. Dieser hat mir wirklich gut gefallen und hat das nicht-Existieren von Handlung bis zu einem gewissen Punkt wieder wett gemacht.
Auch die Figuren haben mir ganz gut gefallen, auch wenn ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte.


Fazit:
"Ewig dein" ist ein Buch, das voller Potential steckt, das aber leider nicht genutzt wurde, was ich sehr schade finde. Ich denke, dass das Buch mit einer anderen Umsetzung und einer Spannenden Geschichte das Zeug zu einem fünf-sterne-Buch hätte.
Deshalb vergebe ich für "Ewig dein" leider nur
1 von 5 Sternen!


LG Tosca

Dienstag, 11. Juli 2017

Rezension: Ein Kuss aus Sternenstaub von Jessica Khoury


Titel: Ein Kuss aus Sternenstaub
Originaltitel: The forbidden wish
Autor: Jessica Khoury
Seitenzahl: 445 Seiten
Preis: TB 9,99€ (hier)
Verlag: cbj Verlag
erschienen am 10.7.2017


Inhalt:

SIE ist die mächtigste aller Dschinnys. ER ist ein gewitzter Dieb. Gemeinsam sind sie unschlagbar. Doch zunächst sind sie ein Dreamteam wider Willen, denn ER möchte alles aus seinen drei Wünschen rausholen, SIE schnellstmöglich ihre Freiheit zurückgewinnen. Aber nach und nach erkennen die beiden, dass alles Glück dieser Welt bereits an ihrer Seite ist. Doch wenn eine Dschinny und ein Mensch sich verlieben, erwartet sie beide der Tod. Also müssen die beiden, um ihr Glück UND die Freiheit zu gewinnen, alle Regeln brechen.

Quelle: cbj, Ein Kuss aus Sternenstaub, Jessica Khoury


Meine Meinung:

Das Cover:

Das Cover ist zwar auf keinen Fall schlecht, jedoch wird es dem Buch nicht ganz gerecht, finde ich. Die Schrift finde ich vor allem ziemlich langweilig, ich fände es viel schöner wenn sie so aufgeprägt wäre wie zum Beispiel die Schrift bei Flawed und Perfect von Cecilia Ahern. Das amerikanische Originalcover ist diesem hier zwar ähnlich, jedoch aufwendiger und schöner gemacht, wie ich finde. Von innen ist es sehr schön gestaltet, mit kleinen Sternen an den Seitenzahlen.
WhatsApp Image 2017-07-11 at 10.16.22 PMWhatsApp Image 2017-07-11 at 10.16.22 PM (1)

Der Schreibstil:

Der Schreibstil passt sehr gut zur Geschichte, zum Ort der Handlung und dem Thema. Es ist an vielen Stellen sehr schön und poetisch geschrieben, jedoch stört das den Lesefluss nicht und man kann das Buch trotzdem super angenehm lesen. Ich fand den Schreibstil am Anfang noch etwas seltsam, jedoch hatte ich mich kaum zwei Kapitel später daran gewöhnt und fand ihn sogar besonders schön. Schon allein wegen dem Schriebstil hat sich das Buch gelohnt.

Die Charaktere:

Die Charaktere haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, unsere Protagonistin Zahra war sehr angenehm, was ich toll finde, da ich von nervigen Protagonistinnen oft so sehr genervt bin, dass sie mir die Lust am Buch verderben. Hier war das somit nicht der Fall. Zahras Hintergründe wurden mit der Zeit klar und man konnte sie immer mehr verstehen und kennenlernen. Ihre Hintergrundgeschichte war gut ausgearbeitet und hatte Ecke und Kanten, wie sich das für eine glaubwürdige Hintergrundgeschichte gehört.

Der Lampenfinder, Aladdin, gefällt mir ebenfalls sehr. Ich bin sowieso schon ein Aladdin Fan aber für diesen Aladdin kann man nicht anders als zu schwärmen. Beim Lesen gerät man schon das ein oder andere Mal ins Schwärmen, kann ich sagen! Auch er hatte Ecken und Kanten (was etwas positives ist, falls jemand denkt es wäre schlecht) und auch er hatte eine Hintergrundgeschichte, über die man immer mehr erfahren konnte.

Wer mir außerdem sehr gut gefallen hat, ist Prinzessin Caspida. Ich bin ja überhaupt kein Fan davon, wenn es außer der Protagonistin nur Zicken und eingebildete Mädchen gibt, und die Protagonistin 'so anders als alle anderen Mädchen ist', die ja anscheinend alle den ganzen Tag nur an Jungs, Kleider und Geld denken. In diesem Buch war das, der Autorin sei Dank, nicht so. Es gab mehrere sehr coole weibliche Nebencharaktere, die mir super gefallen haben und mit denen sich sowohl Aladdin als auch Zahra gut verstanden haben. Ein sehr großer Pluspunkt! Auch wurde das Klischee der verwöhnten Prinzessin nicht erfüllt, was ich sehr erfrischend finde.


Die Storyidee und Umsetzung:

Als ich gelesen habe, dass es eine Art "Aladdin und die Wunderlampe" Neuerzählung ist, stand für mich fest: ich brauche dieses Buch. Ich liebe Nach- und Neuerzählungen und Aladdin war schon immer mein Lieblings Disney Film.
Die Idee einer weiblichen Dschinny und einer verbotenen Liebe fand ich auch sehr interessant und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht bin.
Das Buch hat mir sehr, sehr gut gefallen, es war so schön geschrieben, es gab so viele interessante und tolle Charaktere, Aladdin, für den man nur schwärmen kann und einen tollen Plot.
Ich hatte ja ein wenig Angst, das ich vom Plot enttäuscht werden würde und dass es vorhersehbar wäre, jedoch war das nicht so. Die Haupthandlungen waren spannend beschrieben, aber auch die Hintergrundgeschichten an passenden Stellen genauer ausgeführt. Zum Ende haben sich alle losen Erzählfäden zusammen geschlossen und es ergab sich ein großes ganzes Bild.
Ich wollte hier gerne noch ein paar sehr schöne Zitate (natürlich Spoiler frei) einfügen:
"Geschichten sind durch Lügen erzählte Wahrheiten."
- S.23, Ein Kuss aus Sternenstaub, cbj
"Er ist der Faden, mit dem ich webe, die Farbe , mit der ich male, das Element, mit dem ich erschaffe."
- S.43, Ein Kuss aus Sternenstaub, cbj
"Er ist die Sonne und ich bin der Mond. Wir müssen getrennt sein, oder die Welt wird aus der Bahn geschleudert."
- S. 296, ein Kuss aus Sternenstaub,cbj



Fazit:

Ich würde liebend gerne noch mehr zum diesem wunderschönen Buch sagen, jedoch bin ich sprachlos und finde nicht die Worte, die diesem Buch zustehen. Nur eins kann ich dem hier noch hinzufügen: Lest es! Lest es!
Es ist aufjedenfall das Lesen wert!

4,5 von 5 Sternen

LG Isabell

Sonntag, 9. Juli 2017

Rezension - Der Weg des Inquisitors - Frank Rehfeld

Der Weg des Inquisitors
Von Frank Rehfeld
Fantasy
Band 1 von 2
480 Seiten
Als Taschenbuch für 14,99 € (hier)






Als Baby wird Torin vor den Türen eines Klosters ausgesetzt. Seitdem wird er dort aufgezogen und glaubt dem entsprechend fest an die göttliche Familie. So wächst schon früh in ihm der Wunsch heran als Inquisitor das Böse zu bekämpfen. Doch leider ist die Ausbildung sehr kostspielig und nur wohlhabende Familien können es sich erlauben ein Kind in die Ausbildung zum Inquisitor zu schicken. Trotz Torins geringen Chancen hält er dennoch an seinem Traum fest. Nach einem schicksalhaften Vorfall hilft ihm Inquisitor Balosta seinen Traum zu verwirklichen.


Gleich nach den ersten 50 Seiten fragte ich mich "Und das ist wirklich ein Fantasy-Roman?" Denn die Geschichten und die Struktur der Kirche ist sehr stark an das europäische Mittelalter angelehnt und Highfantasy Inhalte sind kaum zu finden, was mich sehr enttäuscht hat. Das gesamte Buch ist mehr wie ein historischer Roman, weshalb es mich auch nicht ganz packen konnte, da ich sonst auch nicht viel mit historischen Büchern anfangen kann.
Der Einleitungsteil der Buches ist sehr lang und erschöpfend, was mir viel Spaß am lesen genommen hat. Ich konnte mich nur schwer mit den Charakteren anfreunden und fand nur Torin selbst sympathisch, dennoch wirken alle Charaktere sehr realistisch auf mich,
Der Schreibstil war sehr angenehm. Der gesamte Satzbau und die Wortwahl haben einen sehr schönen Klang ergeben, der sich sehr flüssig lesen lies. Der Autor schreckte auch nicht davor zurück unschöne Folterszenen zu beschreiben die vielleicht für den einen oder anderen Leser nicht sehr angenehm sein könnte.


Wenig überzeugender Auftakt einer Reihe, mehr ein historischer Roman zu sein scheint als Fantasy.


2 von 5 Sternen


~ Cino



Rezension zu The Club - Flirt

Hallo :)
Heute habe ich eine Rezension zu dem ersten Buch aus der "The Club-Reihe" für euch. An dieser Stelle vielen Dank an den Piper Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.



Allgemeines:
Titel: The Club Flirt
Autorin: Lauren Rowe
Verlag: Piper Verlag
Seitenanzahl: 393
Preis: 9,99€











Inhaltsangabe:
Jonas muss verrückt geworden sein. Immerhin hat er sich gerade bei einer sündhaft teuren Dating-Agentur angemeldet, obwohl er sich über einen Mangel an Frauen, die mit ihm zusammen sein wollen, wirklich nicht beklagen kann. Aber er liebt die Abwechslung, und genau deshalb braucht er »The Club«. Als er kurz darauf eine wütende und zugleich überraschend heiße E-Mail von der Mitarbeiterin bekommt, die seine Anmeldung ausgewertet hat, weiß er sofort: Er muss sie finden. Koste es, was es wolle

Meine Meinung:
Zuerst muss ich loswerden, dass mir das schlichte schwarz weiße Cover mit dem Blattmuster und die im Kontrast dazu pinke Schrift sehr gut gefällt. Auch der Buchrücken spricht mich an er ist auch pink und ich kann mir gut vorstellen, wie schön alle Teile der Reihe gemeinsam im Regal aussehen.

Auf den ersten Seiten fand ich die Grundidee der Geschichte ganz interessant, aber sie konnte mich noch nicht packen. Zwischendurch hat mich das Buch immer wieder zum schmunzeln gebracht. Die beiden haben einen tollen Humor und Sarahs Reaktionen auf die Aussagen von Jonas waren teilweise echt sehr amüsant. Ab dem Zeitpunkt wo die beiden begonnen haben Kontakt zueinander aufzunehmen hat mich die Geschichte schon etwas mehr in ihren Bann gezogen. Positiv aufgefallen ist mir, dass es sich bei dem Buch zur Abwechslung mal nicht um eine klassische Bad Boy Geschichte handelt. Auch sonst hat sich die Geschichte nicht an Klischees oder dergleichen bedient. Jonas hat sich einiges einfallen lassen um Sarah zu beeindrucken und dabei keine Mühe oder Kosten gespart. Durch seine Bemühungen wurde ich von der Geschichte mitgerissen.
ACHTUNG SPOILER!! Die Reise die die beiden gemeinsam unternommen haben hat für mich den Höhepunkt gebildet. Besonders der Ausflug zu den Wasserfällen und auch die Wanderung durch die Höhle haben mir gut gefallen. Letzteres war aufgrund von Jonas philosophischem Vergleich etwas sehr besonderes und hat gezeigt, wie ernst er es mit Sarah meint. SPOILER ENDE
Am Ende gab es zwar keinen riesigen Cliffhanger, trotzdem möchte ich unbedingt Band zwei lesen und erfahren wie es mit den beiden weitergeht.

Zu beginn hat meine Reaktion auf Jonas der von Sarah geähnelt, er kam arrogant und total von sich selbst überzeugt rüber und es schien so als sei sein einziges Ziel Frauen zum Höhepunkt zu bringen. Im Verlauf des Buches macht Jonas eine sehr starke Persönlichkeitsentwicklung durch und wurde mir deshalb sympathischer. Zum Schluss zeigt er, dass er charmant, sexy, selbstbewusst und tiefgründig zugleich sein kann, was ihn zu einem einzigartigem Buchcharakter macht.
Auch Sarah hat mir gut gefallen, sie war selbstbewusst und hat sich im Gegensatz zu einigen anderen New Adult Protagonistinnen nicht alles gefallen lassen und war auch nicht naiv.
Im Verlauf des Buches ist sie sich treu geblieben und hat keine große Veränderung durchgemacht. Dies hat mir gefallen, weil sie dadurch standhafter wirkte.

Der Schreibstil ist angenehm leicht und man fliegt quasi durch die Seiten und vergisst dabei die Zeit. Des weiteren ist die Geschichte aus der Perspektive beider Protagonisten geschrieben und man bekommt dadurch die Möglichkeit die beiden besser kennenzulernen. Auch ihre Gefühle werden durch die Perspektivenwechsel beleuchtet.

Fazit:
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
Das Buch hatte zwar leichte Anfangsschwierigkeiten, konnte dafür aber mit starken Protagonisten und einem tollen Plot punkten. Hier findet ihr das Buch.


Lg





Rezension "Moonwitch 2 - Die dunkle Seite"

Titel: Moonwitch 2 - Die dunkle Seite
Autor: Eva Maria Höreth
Hier geht's zur Amazon-Seite des Buches
Hier geht's zur Homepage der Autorin
Hier geht's zu meiner Rezension zum ersten Band, Moonwitch - Liebe zwischen Licht und Schatten

Inhalt:
Die Banngrenze, die Licht- und Schattenwelt voneinander trennt, ist entzwei gebrochen und dunkle Schatten bedrohen East Harbour und seine Bewohner. Die junge Mondhexe Emily steht zwischen den Welten und zwischen zwei Männern. Sie muss sich entscheiden, für den Krieg oder die Liebe.
Als Sonnenhexer kämpft Finn zusammen mit dem Rat der magischen Wesen gegen die Schattenwesen. Doch den schwersten Kampf führt er um Emilys Liebe

Rezension:

Auf die Charaktere an sich möchte ich jetzt nicht nochmal eingehen, die Einschätzungen decken sich mit den aus dem ersten Teil, allerdings haben sich die Charaktere teilweise merklich weiterentwickelt.

Emily: Emily hat sich insofern durch den Tod ihres Bruders entwickelt, allerdings meiner Meinun nach ins negative, da sie die anderen Leute von sich gestoßen hat und sich von niemandem helfen lassen wollte. Sie hat sich einer Lebensgefahr ausgesetzt, da ihr Leben ihr nichts mehr wert war, und sie hatte ständig mit Schuldgefühlen zu kämpfen, da sie dachte, dass sie an dem Chaos und der Verwüstung Schuld wäre. Mir hat sie trotzdem als Protagonistin noch sehr gefallen!
Finn: Da er von Emily verraten wurde, wollte er sie nach der Rettung nicht mehr an sie ranlassen. Aber er kann seine Gefühle nicht verleugnen, und das wird im Buch gut deutlich gemacht, was mir sehr gut gefällt. Was mich ein bisschen gestört hat, ist, dass er, wann immer Emily allein gelassen werden möchte, er sie wirklich alleine lässt. Jetzt mal als Mädchen, wenn wir Mädchen einem Jungen sagen, dass er abhauen soll, wünschen wir uns doch tief in unserem inneren dass er doch bei uns bleibt. Doch die Autorin hat somit klar gemacht, wie sich das auf die Mädchen auswirkt.
Auch gut fand ich quasi den Rollentausch der beiden Charaktere, denn im ersten Band hatte Finn die Gefühlslage von Emily und Emily hat versucht Finn zu helfen.

Cover-, Buchgestaltung

Wie schon in meiner ersten Rezension gesagt, gefällt mir das Cover nicht, dieses Gezeichnete finde ich überhaupt nicht passend (auch wenn es wirklich schön gezeichnet ist!). Was allerdings klar wird ist der Kontrast zur Schattenwelt und wie die Welt vernichtet wird, das finde ich dann trotz der nicht so schönen Aufmachung noch gelungen.
Das Buch ist in relativ kurze Kapitel aufgeteilt, über jedem Kapitel steht die Kapitelzahl in der Schrift, die auch für das Cover verwendet wurde.

Lieblingszitat

"Schuld ist ein starkes und mächtiges Gefühl. Es ist leicht, sie zu empfinden und fast unmöglich, sie zu ignorieren, aber sie trübt auch das Urteilsvermögen, und wenn man nicht aufpasst, so stürzt sie einen in einen Abgrund."

Sonstiges

Mir hat der zweite Teil ebenso gut gefallen wie der erste Teil, und ich habe auch kaum etwas zu bemängeln.
Dieser Teil knüpft an den ersten Teil an, der leider mit einem riiiiiesigen Cliffhänger endet. Dies kann die Autorin wirklich gut, denn auch dieser Zeil hat einen. Dadurch wird man noch angeheizter, den nächsten Teil unbedingt lesen zu wollen!
Ebenfalls ist dieser Teil wirklich flüssig geschrieben und vor allem flüssig strukturiert, sodass ein flüssiges und zügiges lesen entsteht. Die letzten 200 Seiten habe ich in einem durchgelesen.
Etwas zu bemängeln hatte ich ein paar Logikfehler, die mir während des Lesens ins Auge gesprungen sind. Einmal war der Fakt, dass sich Emily und Finn nicht berühren können, ohne dieses seltsame Gefühl zu emfinden. Dies wurde nicht immer genannt, wenn sie sich in ihreer "eigenen" Welt berührten.
Zum anderen Emilys Medallion, mit dem sie nicht über die Grenze kam, andere aber schon. Da habe ich mich dann auch gefragt wie das geht.
Aber diese Dinge haben mich nicht wirklich gestört, sodass ich diesem Buch 4/5 Sternen gebe!
Vielen Dank an Eva Maria Höreth für Bereitstellung eines Leseexemplares!
Lara

Samstag, 8. Juli 2017

Rezension - Himmelsturm - Die Phileasson-Saga - Bernhard Hennen und Robert Corvus

Himmelstrum – Die Phileasson-Saga
Von Bernhard Hennen und Robert Corvus
Abenteuer, Mystery
Band 2 von 12
480 Seiten
Als Taschenbuch für 14,99 € (hier)


"Sein Bruder wagte vom Himmelsturm den Himmel-Sturm. Uns alle traf dafür der Götter Fluch. Jetzt die Herzen derer, die hier liegen, zu Eis geworden."
- Himmelsturm, die Phileasson-Saga, Bernhard Hennen, Robert Corvus, Heyne



Die beiden Kapitän und ihre Mannschaften bereiten sich darauf vor die zweite Aufgabe ihres Wettstreites an zu gehen. Der sagenumwobene Himmelsturm, kaum ein Thorwaler hatten ihn bis heute auch nur gesehen. Doch schnell stellen die beiden Mannschaften fest das der Turm nicht verlassen ist und viele Geheimnisse in sich birgt die Phileassons Truppe immer wieder auf die Probe stellt.


In diesem Band stoßen die beiden Mannschaften von den alten Rivalen, Phileasson und Beorn, immer wieder auf einander und man spürt in diesen Moment fast die Anspannung zwischen den zwei Lagern. Was diesen Band noch einmal viel spannender macht. Was die Spannung außerdem noch erhebt sind all die grausamen und harten Geheimnisse des Himmelsturm, in dem sich auch fast die gesamte Handlung abspielt. Leider war die Ortsbeschreibung in diesem Band etwas problematisch. Ich hatte große Schwierigkeiten dabei mir die Räume des Himmelsturmes bildlich vorzustellen und war teilweise sehr verwirrt deswegen. Ab und zu fühlte man sich durch den Wechsel der Erzählsicht überrumpelt, da sie völlig plötzlich kommen und ohne das ein Wechsel angekündigt wurde.
Trotzdem liest sich der Band genau so gut wie der vorherige weg. Man fliegt einfach durch die Seiten und will danach sofort den nächsten Band. Vor allem da dieses Mal viele offene Fragen gelassen wurden und man immer noch nicht ganz verstanden hat was im Himmelsturm vor sich geht.


Eine gelungene Fortsetzung nach einem großartigen Start. Die Reihe verspricht viel.


4,5 von 5 Sternen


~ Cino



Rezension - Trix Solier Zauberlehrling voller Fehl und Adel - Sergej Lukianenko - Stefan Kaminski

Trix Solier – Zauberlehrling voller Fehl und Adel
Von Sergej Lukianenko
Gelesen von Stefan Kaminski
Abenteuer, Fantasy
Band 1 von 2
425 Minuten Spielzeit
Für 19,95 € (hier)





Trix führt ein langweiliges Leben als einziger Sohn des Co-Herzogs Rett Solier. Als jedoch durch ein Putsch seine Eltern sterben und er als Gefangener endet wünscht er sich nichts anderes mehr als Rache zu nehmen. Doch das stellt er sich leichter vor als es tatsächlich ist. Als Sohn eines Herzoges hat er wenig nützliches gelernt und steht jetzt vor dem Nichts. Er möchte zu anderen Herzogen reisen und um ihre Hilfe bitten, doch auch das klappt nicht ganz. Doch dann findet er Hoffnung in den Zauberer Sauerampfer und wird sein Zauberlehrling.


Ich war anfangs etwas skeptisch da ich befürchtete es könnte ein sehr kindisches Buch/Hörbuch werden, doch Lukianenko und Kaminskis Stimme überzeugten mich nach wenigen Minuten. Die Geschichte ist sehr spannend und urkomisch. Mehrere Male musste ich auf Pause drücken, weil ich erst mal einen Lachkrampf bekommen habe. Kaminski hat wirklich eine sehr angenehme Stimme der man gut und gerne folgt und dabei ist sie gleichzeitig so wandelbar. Selbst Frauenstimme kann er sehr überzeugend einsprechen ohne das es albern klingt, wie es bei vielen anderen Lesern der Fall ist.
Trix wuchs mir schnell ans Herz. Für einen 14-jährigen ist er wirklich clever und wortgewandt. Jedoch findet ständig ein Ortswechsel statt und man kommt nicht immer ganz mit wo sich die Charaktere jetzt gerade befinden. Dadurch wird alles ein wenig chaotisch. Eine kleine Karte mit einer eingezeichneten Reiseroute wäre sehr nützlich gewesen.


Eine unterhaltsame, kleine Geschichte über einen jungen Magierschüler, der nicht als solcher bestimmt war.


4 von 5 Sternen



~ Cino


Mittwoch, 5. Juli 2017

Ich bin die Nacht von Ethan Cross - Rezension







Titel: Ich bin die Nacht (Originaltitel: The Shepherd)
Autor: Ethan Cross
Reihe?: Erster Teil einer Thriller Reihe
Seitenzahl: 395 Seiten
Preis: Taschenbuch: 10,90€  (hier)
Verlag: Bastei Lübbe
erschienen am 20.12.2013






Inhalt:
Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.
Quelle: Bastei Lübbe, Ethan Cross, Ich bin die Nacht


Meine Meinung:

Das Cover:
Also irgendwie bin ich ja total beeindruckt vom Cover, man sieht es zwar auf den Bildern nicht so gut, jedoch ist die Schrift schwarz auf schwarz. An den Buchseiten, die von außen schwarz sind, stehen in weißen Buchstaben sowohl Buchtitel als auch Autor

















Der Schreibstil:
Der Schreibstil war flüssig und insgesamt sehr gut zu lesen, das Buch war meist aus der Sicht des Mörders geschrieben, was dem Autor sehr gut gelungen ist. Der Autor befasst sich im Buch mit Fragen wie: "Was sind eigentlich gut und böse?" "Wird man böse geboren?" und "kann einem Böses verziehen werden". Auch diese Fragen in die Geschichte einzubringen ist ihm sehr gut gelungen. Normalerweise lese ich nicht oft Thriller, da diese mir, genau wie Krimis, meist zu langsam, langatmig und zäh sind. Hier war das jedoch nicht der Fall.

Die Charakter:
Ein sehr gut geschriebener Charakter war Francis Ackermann, der Serienmörder. Der Autor hat es geschafft, dass man gleichzeitig die Gedanken des Mörders nachvollziehen kann, ihn verabscheut und überlegt wie böse er wirklich ist. Eine sehr gute Mischung. Es wirft Fragen auf, wie, ob er wirklich so sehr das Monster ist, was er zu sein scheint. Dann tut er jedoch wieder Dinge, die ihn als schreckliches Monster dastehen lassen. Alles in allem, ein Charakter über den man viel nachdenkt. Hassen konnte ich zumindest nicht.

Auch unser 'Held' war ausgesprochen gut geschrieben. Er selbst zweifelt, ob er nicht doch tief in sich selbst schlecht, nach einem tragischen Erlebnis in seiner Vergangenheit.
Jedoch fand ich die anderen Charaktere größtenteils ziemlich schwach und nicht ausgeprägt genug. Beim Lesen hat es mich jedoch nicht sehr gestört. Ein bisschen mehr Charaktertiefe hätte ich mir bei ihm trotzdem noch erwartet, da er teilweise doch etwas flach wirkte.

Die Storyidee und Umsetzung:
Ich mag die Idee, das Buch abwechselnd aus der Sicht des Serienmörders und des 'Helden' zu schreiben, da man somit beide kennen lernt und weiß was in ihnen vorgeht.
Die Ständige Wiederaufgreifungen der Fragen über Gut und Böse und des inneren Zwiespaltes von Marcus, haben mir ebenfalls gut gefallen.  Die Fragen beschäftigen einen aber leider nur während des Lesens und danach hinterlässt das Buch trotzdem nicht viel Nachklang.
"Wie definiert man ohne das Böse das Gute? Wie soll man ohne Dunkelheit das Licht erkennen?"
- Seite 271, Ich bin die Nacht, Ethan Cross


Einige Stellen wirkten ziemlich unglaubwürdig, und teilweise kam es mir so vor, als würde der Autor zwanghaft versuchen den Leser zu überraschen und Plot Twists einzubauen. Mir hätte das Buch wahrscheinlich besser gefallen, wenn sich die Reihe mehr auf Francis Ackermann fixiert hätte, da er mir gegen Ende immer mehr wie eine Nebenrolle vorkam.

Im Buch ist auch Selbstjustiz ein Thema und die Frage, ob es okay ist Mörder zu ermorden. Beides sehr kritische Themen, bei denen ich mir nicht sicher bin was das Buch da vermitteln will. Außerdem habe ich gehört, dass die Verherrlichung von Selbstjustiz von Buch zu Buch zu nimmt, was ich kritisch sehe.

Insgesamt ein Thriller, der mir sehr gut gefallen hat, angenehm zu lesen war, einem zum Nachdenken bewegt und bei dem man immer wissen will, wie es weiter geht.
Es ist nicht der beste Thriller, den ich je gelesen habe, aber auf jeden Fall das Lesen wert.
"Vielleicht bin ich einfach die dunkle Seite der Gleichung."
- Seite 155, Francis Ackermann, Ich bin die Nacht, Ethan Cross

Fazit:
Ich kann "Ich bin die Nacht" weiterempfehlen und werde sehr wahrscheinlich auch die weiteren Teile der Reihe lesen. Ein guter Thriller auch für die Leute, die eher seltener Thriller und Krimis lesen und ein Buch was einfach zu lesen und ohne irgendwelche kriminalistischen Fremdwörter (falls man versteht was ich meine) geschrieben ist. Außerdem hat mich das Buch aus einer Leseflaute geholt, was ich dem Buch sehr hoch anrechne.
Mir hätte das Buch wahrscheinlich besser gefallen, wenn der Fokus das ganze Buch über mehr auf Francis Ackermann gelegen hätte.
Jedoch darf man auch nicht die negativen Sachen vergessen, wie die Unglaubwürdigkeit und erzwungen wirkenden Plot Twists. Außerdem beschäftigt sich das Buch mit dem kritischen Thema Selbstjustiz und ob es okay ist einen Mörder zu töten. Beides sehr kritische Fragen. Auch gibt es viel, brutale Gewaltdarstellung, da muss jeder für sich selbst entscheiden, wie fiel er da ab kann. Mir selbst war das beim Lesen zum Beispiel gar nicht so krass aufgefallen, da ich das Buch aber mit einer Leserunde gelesen habe, habe ich viele gesehen, denen die Gewaltdarstellung viel zu brutal war.
Insgesamt kann ich nur wiederholen: Es ist nicht der beste Thriller, den ich je gelesen habe, aber auf jeden Fall das Lesen wert.

3,5/5 Sternen

LG Isabell