Donnerstag, 31. Mai 2018

Rezension 'Die 7 Kreise der Hölle'

Titel: Die 7 Kreise der Hölle
Autor: Uwe Wilhelm
Verlag: blanvalet
Genre: Thriller
Hier geht's zum Buch!

Inhalt:

Am Ende erwartet euch nur der Tod ... Staatsanwältin Helena Faber zwischen Gesetz und Selbstjustiz. 

Als sie sie das letzte Mal sah, spielten sie vor dem Haus ... Seitdem erlebt die Berliner Staatsanwältin Helena Faber den Albtraum jeder Mutter: Ihre Töchter wurden entführt. Und zwar von den Männern, gegen die sie im brisanten Dionysos-Fall ermittelte. Nur einer kann ihr helfen: Rashid Gibran, der trotz seiner Verbindung zum Psychopathen Dionysos auf freiem Fuß ist. Helena kennt die Beweggründe des dubiosen Professors nicht, doch sie wird alles tun, um ihre Töchter zu retten. Es ist der Beginn einer Jagd, die Helena in die Untiefen eines grausamen und mächtigen Menschenhändlerrings führt – und bei der sie so brutal wie ihre Gegner wird ..

*vorsicht Spoiler*
Meine Frage, die sich nach dem zweiten Teil dieser Reihe gestellt hat ist: Wie viel kann ein Mensch ertragen, ohne große psychische Schäden davonzutragen, ja ihne zu zerbrechen?
Es handelt sich hierbei um die Fortsetzung von 'Die 7 Farben des Blutes'. Falls einige schon länger mit dabei sind erinnern sie sich vielleicht noch an meinen Special-Blogpost, inklusive Autoreninterview, für alle anderen die es nicht gelesen haben oder nochmal lesen wollen, verlinke ich es hier.
In diesem Teil geht es um die Entführung von Helena Fabers Kinder. Im Laufe des Buches wird deutlich, dass diese von einer Gruppe verschleppt wurde, die vorallem Mädchenhandel betreiben (bevorzugt in Ländern wie Saudi-Arabien oder in der Türkei, wo übrigens auch ein Großteil der Handlung spielt) und Mädchen je nach Nationalität und Alter dementsprechend teuer verkaufen.
Es ist erschreckend, we detailliert der Autor die Handlungsschritte und Vorgänge beschrieben hat, im Laufe des Lesens habe ich teils einen unendlich großen Hass auf die Figuren entwickelt.
Wie zu Beginn erwähnt, stehen Fabers Töchter im Vordergrund. Diese sind 11 und 13 Jahre alt, zu bemängeln habe ich an dieser Stelle, eben wie im ersten Band, dass sie aufgrund bestimmter Handlungen, Ausdrucksweisen und Persönlichkeiten ohne Probleme auch älter hätten sein können.
Im Gegensatz zum ersten Teil steht allerdings die Figur Helena Fabers. Während sie mir in Band 1 echt sympathisch war und ich mit ihr mitempfinden konnte, fand ich sie in diesem Teil ein wenig komisch. Ich weiß nicht woran das lag, oder ob es nur an mir lag, aber manche Handlungen von ihr konnte überhaupt nicht nachvollziehen. Und angesichts der Tatsache, was ihr in Band 1 widerfahren ist, ist es echt unwahrscheinlich, dass sie keinerlei psychischer Probleme mit sich trägt oder bekämpfen muss. Dies ist ebenfalls ein Aspekt, der mich teilweise sehr gestört hat. Es wird regelmäßiger Psychoterror auf die junge Staatsanwälting ausgeübt, aber sie lässt es regelrecht kalt. Wird unter Drogen gesetzt/abhängig 'gemacht', aber kann danach noch ohne psychologische und vorallem ärztliche Hilfe auf Entzug gesetzt werden und schließlich auch wieder stringente Schlüsse ziehen.
Das Ende hat mir ebenfalls nicht so gut gefallen, es wird leider nur in ein bis zwei Sätzen beschrieben, was mit der kleinsten Schwester geschehen ist, dafür dass die beiden Entführungen im Vordergrund standen, hat man über den Zustand der Kinder viel zu wenig erfahren.
Alles in allem aber wieder ein gelungener Thriller, den ich auch in einem Nachmittag durchgelesen hatte. Ich vergebe aufgrund der wenigen Mängel 4/5 Sternen!
Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!
LG Lara😊

Montag, 28. Mai 2018

Rezension - Der Erwählte - Die Dämonenakademie - Taran Matharu


Die Dämonenakademie – Der Erwählte
Von Taran Matharu
Fantasy
Band 1 von 3
496 Seiten
Als Taschenbuch für 12,99 € (hier)




 Schon sein ganzes Leben lang ist Fletcher ein Außenseiter in seinem Heimatdorf Pelz und wird immer wieder von dem verwöhnten Didric Cavell gepiesackt. Bis Flechter eines Tages einen Dämon beschwört und Didric angreift. Sofort wird Flechter klar, dass er fliehen muss. Tagelang ist er alleine mit seinem Dämon im Wald unterwegs bis er die Dämonenakademie erreicht, in der er lernt ein Dämonenkrieger zu sein um im grausamen Krieg gegen die Orks zu kämpfen.


Die Idee des Buches klingt erstmal nicht wie die Neuerfindung des Rades, doch dieses Buch wird zu etwas ganz Besonderem durch seine Charaktere und deren Beziehungen zu einander. Die Freundschaften und Schwierigkeiten zwischen den Personen im Buch wirken alle sehr realistisch und einzigartig. Flechter ist ein wahnsinnig guter Charakter, den man sehr schnell ins Herz schließt. Er hatte eine sehr außergewöhnliche Art an sich, die man nicht jeden Tag an einem Hauptcharakter sieht.
Das Buch lässt sich sehr einfach lesen und man ist sofort in der Geschichte drin. Es gibt keine wirklichen Längen im Buch die einen langweilen und die Geschichte kommt sehr gut in Fahrt. Was für mich allerdings ziemlich irritierend in dem Buch war, waren die Ortbeschreibungen. Immer wieder wird von den Orks im Dschungel erzählt und den Krieg an der Elfenfront und wie weit welches Dorf oder welche Burg von dem und dem entfernt ist. Das ist alles ist ziemlich verwirrend. Dem Buch fehlt wirklich eine Karte.
Was ich jedoch sehr schön fand, war das Zusatzmaterial auf den letzten Seiten wo noch mal alle Dämonen die aufgetaucht sich beschrieben sind und ein Bild haben.
Der Schreibstil wirkt manchmal etwas holprig und man merkt dem Buch doch sehr an, dass es das erste Buch des Autoren ist. Doch man merkt auch das große Potential von Matharu. Zum Ende des Buches ist der Schreibstil schon deutlich besser als auf den ersten Seiten.


Ein gelungener Auftakt für eine Fantasyreihe die für Kinder und Erwachsene geeignet ist.


3,5 von 5 Sternen

~ Cino


Sonntag, 13. Mai 2018

Rezension 'Das Mädchen im blauen Mantel'

Titel: Das Mädchen im blauen Mantel
Autor: Monica Hesse
Verlag: cbj

Rezension:
Protagonistin:

wurde. Ein Mädchen, dass Frau Janssen in einem geheimen Raum hinter ihrer Speisekammer versteckt hatte und das nun einfach nicht mehr auffindbar ist.

„Ich bezeichne mich lieber als „Finderin“. Ich suche und finde Sachen“. Und auch was die Suche dieses Mädchens angeht, wird sich Hannecke nicht auf Dauer entziehen, auch wenn sie zunächst erschrickt und ablehnt.

Eine Suche im besetzten Amsterdam, die Hannecke in Verbindung bringen wird zum sich gerade entwickelnden Widerstand im Land, vor allem zu jener Besonderheit in den Niederlanden der „Widerstandsfotografen“.

Tiefer und tiefer dringt sie hinein in diese „Welt hinter der Fassade“, in der Menschen in besonderen Straßenbahnen und alten Theatern zusammengetrieben werden, teils einfach vor Ort noch erschossen werden und die Suche Schritt für Schritt gefährlicher auch für Hannecke wird. Vor allem, da nicht alle, denen Sie begegnet, ihre Emotionen im Griff haben und man sehr darauf achten muss, wem man überhaupt was sagt.

Eine Geschichte, die Hesse in einfacher, aber stilsicherer Sprache sehr lebendig erzählt und die nicht gradlinig auf eine Happy End zusteuert, sondern so manche Verwicklungen, Vertauschungen und neue Spuren mit sich bringt, welche die junge „Finderin“ vor schwierige Aufgaben stellt. Samt der, dem Tod ins Anblick zu sehen und Ohnmacht zu erleben.

Dass dies alles sich an einer Kleinigkeit entzündet hat. Ein verletztes Gefühl, eine Information am falschen Ohr, das bringt eine emotional besonders dramatische Wendung zum Ende des Buches ans Licht. Und darin zeigt sich auf, dass es gar nicht die großen Fanatiker oder verqueren Idealisten eines Systems sind, die ein Geschehen wie den Holocaust alleine durchgeführt haben, sondern dass vor allem der „kleine Verrat“, die Nickeligkeiten, das unbedachte Wort und, ja auch, dass „es sich zu lange Schönreden“ im Lauf der Zeit den Absichten der Fanatiker bestens in die Hand spielte.

Eine anregende, gerade für Jugendliche wichtige Lektüre über die Verantwortung anderen gegenüber und was es ausrichten kann, immer nur das eigene, „kleine“ Gefühl des Moments für das Wichtigste der Welt zu halten!

Freitag, 13. April 2018

Rezension - König der Dunklheit - The broken Empire - Mark Lawrence


König der Dunkelheit – The Broken Empire

Von Mark Lawrence
Fantasy, Abenteuer
Band 2 von 3
608 Seiten
Als Taschenbuch für 13,99 € (hier)


„Aber ich bin inzwischen ein anderer Jorg. Ich bin anders, weil jeden Tag etwas von uns stirbt, und gleichzeitig wird jeden Tag etwas Neues in uns geboren.“
-König der Dunkelheit, Mark Lawrence, Heyne Verlag


Jorg hat es geschafft. Er hat Rache für den Mord an seiner Mutter und seinem Bruder geübt und ist nun König über Renar. Doch das reicht ihm noch nicht. Jorg will Kaiser sein! Doch bevor er sich zum Kaiser machen kann muss er die feindlichen Truppen vom Fürsten von Pfeil, denen er erbarmungslos unterlegen ist, bezwingen. Denn der Fürst verfolgt das selbe Ziel. Doch Jorg wäre nicht Jorg, wenn er kein Ass im Ärmel hätte. Oder eher eine Kupferkästchen voller Geheimnisse.


Ich war sehr gespannt darauf auf einen älteren Jorg zu treffen, da man ihn im ersten Band nur als diesen vierzehnjährigen Jungen kennt, der sich charakterlich nicht wirklich entwickelt. Doch eigentlich sieht man nicht viel vom erwachsenden Jorg. Der Großteil des Buches besteht aus Rückblenden in denen Jorg wieder vierzehn ist und eine große Reise durch den ganzen Kontinent begeht. Zwischen Gegenwart und Rückblende werden immer wieder fiese Cliffhanger gesetzt, sodass man das Buch gar nicht weglegen will, weil man unbedingt wissen will wie es weitergeht.
Jorg hat sich in vielerlei Hinsicht verändert und in anderen wiederum gar nicht. Er ist noch immer der grausame und gerissene Mann von vorher. Doch nun erlebt man ihn völlig anders. Der ältere Jorg ist geplagt von dem Geist eines toten Kindes, das mit ihm älter. Und der jüngere Jorg ist dazu entschlossen den kleinen Gog zu Ferrakind zu bringen, um ihn und schließlich auch selbst den Feuertod zu ersparen.
Das Buch ist wieder unglaublich packend und faszinierend. Wieder gibt es kleinere Anekdoten zu Jorgs Brüdern. Diesmal viel länger und ausführlicher als zuvor und man lernt sie generell viel näher kennen und schließt diese ruchlosen Verbrecher sogar ein Stück weit ins Herz. Der zweite Band ist eine gelungene Vorsetzung die einen noch mal tiefer in Jorgs Welt zerrt, doch dieser Band ist nicht so gut wie der vorherige und es wirkt nicht immer ganz stimmig, was vermutlich damit zusammen hängt, dass der erste Band ursprünglich ein Einzelband war ehe sich der Autor dazu entschied eine Trilogie zu schreiben.


Packende Fortsetzung die mit vielen Überraschungen auf sich wartet.


4,75 Sterne von 5


~Cino


Mittwoch, 7. März 2018

Rezension - Wie Blut so rot - Die Lunar Chroniken - Marissa Meyer


Wie Blut so rot – Die Luna Chroniken
Marissa Meyer
Sci-Fi, Abenteuer, Romance
Band 2 von 4
432 Seiten
Als Hardcover für 19,99 € (hier)


„Vielleicht hing es nicht nur damit zusammen, dass sie lunarisch war. Vielleicht lag es ihr im Blut … und sie war wie ihre Tante Levana …“
-Wie Blut so rot, Marissa Meyer, Carlsen Verlag


Cinder macht sich bereit für ihre Flucht aus dem Gefängnis und stößt dabei mit einem anderen Häftling zusammen. Seit vierzehn Monaten sitzt der selbsternannte Frauenheld Kapitän Carswell Thorne nun schon ein und hat die Nase voll. Kurzerhand werden die Beiden zu Komplizen und planen ihre Flucht mit Thrones Raumschiff. Währenddessen erhält am anderen Ende der Welt Scarlet die Nachricht, dass die Polizei die Suche nach ihrer verschwundenen Großmutter aufgibt. Wütend auf das System will sie sich selbst auf die Suche nach ihrer Großmutter machen und trifft noch am selben Tag auf einen Straßenkämpfer mit einer ungewöhnlichen Tätowierung: Wolf. Als dann auch noch plötzlich Scarlets Vater völlig verstört in ihrem Haus auftaucht, ist Scarlet klar das mehr hinter dem Verschwinden ihrer Großmutter steckt. Sie versucht Antworten aus ihrem nichtsnutzigen Vater herauszubekommen, und als dieser etwas von einer geheimnisvollen Tätowierung erzählt, weiß Scarlet genau wo sie mit der Suche nach ihrer Oma beginnen muss.

Fesselnd geht die Reihe weiter. Ab jetzt wird immer wieder die Point of View gewechselt. So gibt es einige Kapitel die von Cinder und Thorne erzählen und wieder einige paar die von Kai handeln, der sich als neuer Imperator des Staatenbunds schwertut. Doch der Hauptfokus dieses Buch liegt auf Scarlet und Wolf. Scarlet ist ein sehr taffes Mädchen, die alles tun würde für ihre Großmutter und dabei oft naiv handelt. Dennoch schließt man Scarlet sehr schnell ins Herz. Sie ist ein sehr mutiges Mädchen das hart im nehmen ist und sich nichts gefallen lässt. Auch sehr interessant zu beobachten ist die Beziehung zwischen Cinder und Throne. Die Beiden könnten nicht unterschiedlicher sein und das stärkt die Dynamik und den Humor im Buch ungemein. Die Point of Views enden immer wieder mit gelungenen Cliffhangern so dass man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen will. Der lockere Schreibstil zieht einen total in seinen Bann und man merkt überhaupt nicht wie man durch die Seiten fliegt.
Auch hier sind es wieder nur kleine Details die an das Märchen angelehnt sind auf, dass das Buch basiert. Aufgrund der Tatsache das es sich um Märchenadaptionen handelt tat ich mich bisher immer schwer damit mir vorzustellen wie es weitergehen könnte und wie welche Handlungsstränge zusammenlaufen werden. Jetzt im zweiten Band der Reihe hat man schon eine ungefähre Vorstellung in welche Richtung die Stränge weiterführen und man bekommt schon einen ersten Vorgeschmack darauf, was das Finale der Reihe sein könnte.


Perfekte Mischung aus Spannung, Romantik und Epik.


4,5 von 5 Sternen


~Cino