Montag, 24. Juli 2017

Rezension zu "Letztendlich sind wir dem Universum egal" von David Levithan

Allgemeines:
Titel: Letztendlich sind wir dem Universum egal
Autor: David Levithan
Verlag: Fischer Jugendbuch
Genre: Jugendbuch
Originaltitel: Every Day
Seitenzahl: 415
Preis: 9,99€ (TB), 16,99€ (HC), 8,49€ (E-Book), 12,99€ (Hörbuch)
ISBN: 978-3-596-81156-4
Erscheinungsjahr: 2014

Inhalt:
A wacht jeden Morgen in einem anderen Körper auf, ohne jemals zu wissen, wer er als nächstes sein wird. As einzige Regel lautet, nicht aufzufallen, keine Spuren im Leben des anderen zu hinterlassen.
Doch dann wacht A eines Morgens im Körper von Justin auf - und trifft Rhiannon. Gegen alle Umstände verliebt A sich sie und versucht von nun an, sie wiederzusehen. Doch kann Rhiannon jemanden lieben, der jeden Tag jemand anders ist?

Meine Meinung:
Der Roman "Letztendlich sind wir dem Universum egal" beschäftigt sich mit Fragen wie "Was macht uns als Personen aus?", "Wer sind wir?" und "Was sind wir bereit, für die Liebe zu opfern?".  Diese Fragen werden im Roman immer wieder aufgegriffen und man kommt als Leser nicht drum herum, sich darüber Gedanken zu machen. Das hat mir sehr gut gefallen, da diese Fragen der Handlung eine große Tiefe verleihen und man sich auch nachdem man das Buch beendet hat, noch mit diesen auseinandersetzt.
Die Handlung wird aus As Sicht erzählt, weshalb man sehr gut mit ihm (/ihr) mitfühlen und sich in ihn (/sie) hineinversetzten konnte. Direkt zu Beginn der Handlung wird man mit dem vertraut gemacht, was A Tag für Tag erlebt, was mir sehr geholfen hat, in die Handlung hineinzufinden und von Anfang an am Ball zu bleiben.
Die Handlung geht zügig voran und es ist wirklich einfach, das Buch fast an einem Stück durchzulesen, da man immer wissen will, wie es weiter geht. Was mir leider nicht so gut gefallen war, war die Tatsache, dass A sich wirklich sehr schnell in Rhiannon verliebt hat. Liebe auf den ersten Blick - schön und gut, aber As Reaktion auf sie war dann doch etwas übertreiben.
Das Ende war für mich ziemlich unerwartet, da es nicht unbedingt das Ende ist, das man von einem solchen Buch erwarten würden. Trotzdem hat es mir gut gefallen, weil es schlüssig war und mich dazu angeregt hat, auch noch über das Buch nachzudenken, nachdem ich es schon lange beendet habe.
Die Idee des Romans hat mir sehr gut gefallen, da sie für mich mal etwas komplett Neues war und mich zum Nachdenken angeregt hat.
Die beiden Hauptfiguren in "Letztendlich sind wir dem Universum egal" fand ich sehr sympathisch. A als Figur hat mir besonders aufgrund seiner "Eigenheit" gefallen. Ich fand es sehr interessant, zu lesen, wie er mit seiner täglichen Veränderung umgeht und was er aufgrund dieser über das Leben sagt.
Auch Rhiannon war mir größtenteils sympathisch, auch wenn ich ihre Reaktionen auf bestimmte Dinge nicht so ganz nachvollziehen konnte.
David Levithan Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er hat mir beim Lesen viel Spaß bereitet und das flotte Vorankommen vereinfacht.

"Letztendlich sind wir dem Universum egal. Dem Universum und der Zeit. Deswegen dürfen wir einander nicht egal sein."  Quelle: "Letztendlich sind wir dem Universum egal", David Levithan, Seite 392, FJB Verlag, 2014

Fazit:
Bis auf einige kleinere Schwächen ist "Letztendlich sind wir dem Universum egal" ein großartiges Buch, das mit einem einzigartigen Thema, viel Tiefgründigkeit und einer fesselnde Handlung punkten kann.
Deshalb vergebe ich für dieses Buch
4 bis 4,5 von 5 Sterne!


LG Tosca