Donnerstag, 13. Oktober 2016

Rezension: "Plötzlich Banshee"

                           Titel: Plötzlich Banshee
                            Autorin: Nina MacKay
            Verlag: ivi, ein Imprint des Piper Verlag

                   (https://www.piper.de/service)

                            Preis: Broschiert: 15,00€
                          ISBN: 978-3-492-70393-2

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Zusammenfassung:
Alana McClary zieht das Unglück förmlich an. Wo immer sie auftaucht, passieren ihr tollpatschige und in manchen Situationen auch peinliche Dinge. Dies passiert, weil sie eine Banshee ist, eine Todesfee. Das sie eine sogenannte Banshee ist, wusste sie nicht. Nur dass irgendetwas mit ihr nicht stimmte, da sie, sobald sie die Leute ansieht, rote Uhren über deren Köpfe sieht, die anzeigen, wie lang diese noch zu leben haben.
Als plötzlich mehrere Morde in der Kleinstadt geschehen, und sie durch ihre Tollpatschigkeit mit allen Morden in Verbindung gebracht wird, nimmt die kleine Privatdetektivin die Ermittlungen selbst in die Hand. Was der attraktive Detective Sockenschuss, wie er liebevoll von Alana genannt wird, mit der ganzen Sache zu tun hat, wird in humorvoller aber auch spannender Art von der Autorin rübergebracht.

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Rezension

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Cover/Buchgestaltung
Das Cover gefällt mir sehr gut. Dort ist ein liebevoll bunt verzierter Totenkopf mit einem kleinen Vögelchen auf einem schwarzen Hintergrund zu sehen. Durch den Kontrast mit dem schwarzen Hintergrund werden die Farben sehr schön zur Geltung gebracht.
Die Klappenseiten von innen sind auch sehr schön designt. Vorn innen ziert ein weißes Muster mit einem Vogel und Blumen auf einem türkis/blauem Hintergrund. Hintern ist der Totenkopf in von dem Cover mit Blumen auf pinkem Hintergrund zu sehen, ebenfalls in weiß.
Vor jedem neuem Kapitel sieht man ebenfalls den Totenkopf und diesen kleinen Vogel, was mit sehr gut gefällt. Außerdem gefallen mir die kleinen Herzchen um die Seitenzahlen sehr.

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Charaktere
Alana: Alana ist die Protagonistin in diesem Buch. Sie wurde als Kind vor einem Kinderheim ausgesetzt, gemeinsam mit ihrem Seelenverwandtem und besten Freund Clay. Seit dem Kindergarten sind sie beste Freunde, und können sich ein Leben ohne einander nicht mehr vorstellen.
In dem Buch wird sehr schnell deutlich, dass sie ihrem Ruf als Banshee alle Ehre macht. Sie ist sehr tollpatschig und an manchen Stellen auch echt sarkastisch, aber genau deswegen mochte ich den Chatakter so. Als sie noch versucht hat, Detective Dylan von sich fernzuhalten ist sie oft sarkastisch oder auch patzig geworden. Mir hat der Charakter sehr gut gefallen, sie hat die Story echt spannend und ineressant gemacht, und an manchen Stellen konnte ich mich durchaus mit ihr identifizieren.
Clay: Clay war Alanas Seelenverwandter. Er war ein Leprechanuka, ein sogenannter irischer Glückskobold. Er wurde von Alanas Mutter erschaffen, da Leprechanukas immer dann entstehen, wenn ein vierblättriges Kleeblatt sprießt. Die Mutter hat ihre beiden Seelen verknüpft, sodass sie immer einander hatten.
Clay machte auf mich von Anfang an einen sehr liebenswerten Eindruck. Er nahm sich selbst nicht zu ernst, was ich gut finde, außerdem hatte er ebenfalls Humor. Mir gefiel dieser Charakter ebenfalls.
Dylan: Dylan, oder auch Detective Sockenschuss genannt, war der zuständige Ermittler in der Mordreihe und Alana lief diesem immer wieder mehr oder weniger gewollt über den Weg.
Er und Alana lernten sich allerdings schon vorher kennen, als Alana seinen kleinen Bruder Rider aus dem Fluss rettete, da dieser hineingefallen ist.
Am Anfang kam er mir ein bisschen hochnäsig vor, da er auf mich den Eindruck gemacht hatte, das er jedes Mädchen bekommen könnte. Allerdings wurde er zum Ende hin sehr beschützerisch, da hat sich mein Eindruck doch noch geändert.

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Lieblingszitat
Jetzt standen sich die beiden  gegenüber. Erdgöttin gegen Rachegöttin. Nur dass hier die Rollen Gut und Böse irgendwie vertauscht worden waren. Wenn das kein göttlicher Sarkasmus war, dann wusste ich auch nicht... (Kapitel 28, Seite 367)

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Sonstiges
Alles in einem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil war sehr humorvoll, an einigen Stellen aber auch etwas unrealistisch dargestellt. Es gibt z.B. immer unrealistische Zufälle, als Clay Alana erzählen wollte, dass sie in Wahrheit magische Wesen sind. Insgesamt wurde oft von wichtigen Dingen einfach abgelenkt, was niemandem so wirklich gelingen könnte. Zudem wurden auch sehr viele Redensarten wiederholt, es gab insgesamt sehr viele Wiederholungen. Zu dem Wiederholungen kommt, dass die Tage meiner Meinung nach zu vollgepackt sind, das geschehene hätte man ruhig etwas ausdehnen können.
Was mir noch sehr gut gefallen hat ist, dass Bezug genommen wurde auf Dinge die vorher mal erwähnt wurden, insgesamt st das Buch sehr verwurzelt, es wird Bezug zum Anfang genommen etc. Zudem fand ich es gut, das ein bisschen "neumodische" Technik eingebracht wurde, wie zum Beispiel die Einbringung von WhatsApp.
Trotz den oben genannten Mängeln konnte mich das Buch sehr gut packen, ich fand es sehr spannend und konnte es auch über Stunden nicht aus der Hand legen. Alles in einem vergebe ich 4.5/5 Sternen⭐
Liebe Grüße Lara