Samstag, 25. Juni 2016

Rezension - Das Lied des Achill - Madeline Miller

Das Lied des Achill
Von Madeline Miller
Fantasy, Historisch
Einzelband
384 Seiten
Als Taschenbuch und gebundene Ausgabe 9,99€/4,60€ (hier)




Es geht um griechische Mythologie. Das Lied des Achill von Madeline Miller ist ein unfassbar schönes Buch, desto schrecklicher ist es das anscheinend nur wenige kennen.
Kleine Warnung vorher: Die Überlieferungen der griechischen Mythologie ist natürlich nicht ganz vollständig und widersprüchlich in vielen Punkten. Deshalb kann es sehr gut sein, dass im Buch einige Dinge anders sind als ihr sie vielleicht kennt. Oder auch Namen anders sind. Einige Teile der Geschichte hat die Autoren selbst auch abgeändert schließlich ist es ja auch eine Erzählung und kein Sachbuch!

Hauptperson dieser Erzählung ist natürlich Achill, ein Halbgottkind der Göttin Thetis und dem König Peleus von Phtia. Alles wird jedoch aus der Sicht der verstoßenen Prinzen Patroklos erzählt, der eine enge Verbindung zu Achill hat (also, wirklich eng). Achills Vater nimmt Patroklos nach seiner Verstoßung auf und dort lernt er Achill kennen. Sie werden schnell Freunden und mehr, sie genießen ein unbeschwertes Leben bis Patroklos eines Tages an einen Eid erinnert wird, den er als kleines Kind schwören musste und Thetis von ihrem Sohn erwartet seine Bestimmung zu erfüllen.


Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, doch leider verliert man manchmal den Überblick bei so vielen Namen und Charakteren die einem plötzlich alle auf einmal vorgestellt werden! Es dauert eine ganze Weile bis die Geschichte wirklich in Fahrt kommt und man erst wirklich versteht dass das Buch zu etwas hinführt, aber wenn es erst mal so weit ist … Hujuju, dann ging alles ganz schnell und man ist sofort gefesselt bis zum Ende und um mich herum gab es nichts mehr außer das Buch und die Angst vor dem Ende.

Achill und Patroklos kann man einfach nur mögen. Ich konnte mich klasse mit Patroklos identifizieren und bin genau wie er total begeistert von Achill. Obwohl man ihr Aussehen nicht großartig beschrieben bekommt, wirken sie dennoch total lebendig und ich habe ein genaues Bild von Beiden vor meinen Augen.

An vielen Stellen fiel es mir schwer nicht an mein Number One OTP Solangelo (Nico di Angelo x Will Solace) in dem Buch zu denken. Achill und Patroklos haben in einiger Hinsicht Ähnlichkeit mit den Beiden.


3 von 5 Punkten


~Cino