Freitag, 1. Dezember 2017

Rezension 'Die Schwester'

Titel: Die Schwester
Autor: Joy Fielding
Verlag: Goldmann
Hier gehts zum Buch

Inhalt:

Ein kleines Mädchen verschwindet. Ihre Mutter und ihre Schwester bleiben zurück. Und werden Jahre später mit einer Wahrheit konfrontiert, die sie ins Herz der Finsternis führt ... 

Caroline Shipley ist voller Vorfreude, denn ihr Mann Hunter hat sie zur Feier ihres Hochzeitstages in ein Luxushotel in Mexiko eingeladen. Gemeinsam mit ihren beiden kleinen Töchtern reisen sie an und beziehen ihre komfortable Suite. Doch was als paradiesischer Aufenthalt geplant war, wandelt sich zum tiefen Trauma in Carolines Leben, von dem sie sich nie erholen wird – denn eines Abends wird die zweijährige Samantha aus der Suite entführt und bleibt für immer verschwunden. Caroline zerbricht beinahe an dem Verlust und muss sich auch noch den Verdächtigungen der Presse stellen, an der Entführung beteiligt gewesen zu sein. Die Jahre vergehen, und irgendwann gibt Caroline selbst den letzten Funken Hoffnung auf, dass Samantha doch noch am Leben ist. Bis sie eines Tages den Anruf einer mysteriösen jungen Frau erhält, die behauptet, ihre verlorene Tochter zu sein – und damit einen Strudel von Ereignissen auslöst, der Caroline die schockierende Wahrheit darüber offenbart, was wirklich geschah in jener heißen Sommernacht in Mexiko

Rezension:

Joy Fielding ist eine hoch gelobte Autorin, deswegen habe ich mich diesmal für dieses Buch von ihr entschieden, bin dabei aber leider nicht auf meine Kosten gekommen. Der Schreibstil ist angenehm, aber die Auflösung war für mich viel zu schnell klar, wenn diesmal wenigstens zumindest ein klein wenig anders als zuerst gedacht. Allerdings war für mich von Anfang an klar, dass sie es war (weitere Ausschmückungen gibts hier nicht, denn das ganze soll weitesgehend spoilerfrei bleiben)
Auch mit den Charakteren wurde ich nicht besonders warm und hatte mehr Verständnis für Michelle, die mir oft richtig leid tat, während mich Carolines Art manchmal nervte. Lily war für mich zu perfekt und farblos, am Ende zu viele unbeantwortete Fragen - praktisch, wenn ein Charakter, der sie hätte beantworten können, schon verstorben ist.

Charaktere:

Michelle: Michelle ist die ältere Tochter von Caroline - und hat sich seit Samathas Geburt benachteiligt gefühlt. Ob sie dies auch war, wurde in dem Buch schlecht deutlich. Sie ging auf Konfrontationskurs mit Caroline und lies dabei keine Situation aus, um ihrer Mutter ein schlechtes Gewissen zu machen. Allerdings konnte ich Michelles Handlungen oft nachvollziehen und fand sie als Person gar nicht schlimm. Gerade als Lily aufkreuzt und sich nun auch noch die Großmutter von ihr abwendet, kann ich ihr gefühl nachvollziehen.

Caroline: Caroline war die Mutter der beiden. In der Kindheit bis jetzt von ihrer eigenen Mutter gehasst, ihr Bruder wurde ständig bevorzugt, wird es immer noch. Geschworen hatte sie sich, dass sie nie eines ihrer Kinder bevorzugt - bis Samantha verschwindet. Und Michelle ihr deutlich macht, dass sie genau dies getan hat.
An einigen Stellen habe ich Mitleid mit ihr, manchmal nervt sie mich aber auch unglaublich.

Cover-, Buchgestaltung:

Das Cover hat mir sehr gut gefallen, uch wenn ich nicht verstehe, wie es zum Inhalt des Buches passt. Die Haptik ist sehr schön anzufassen und es macht Spaß das Buch beim Lesen in den Händen zu halten.
Die einzelnen Kapitel waren schlicht mit einzelnen Zahlen abgetrennt.

Fazit:

Gute Idee, schlecht umgesetzt. Ich hätte mir ein wenig mehr Spannung gewünscht. Es war zwar immer wieder ein Nervenkitzel, dass zwischen Vergangenheit und Gegenwart gesprungen wurde, und am Ende immer ein riesen Cliffhänger blieb, aber als nichts mehr aus der Vergangenheit kam, wurde es träger.
Ich gebe dem Buch 3/5 Sternen. Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Buches!
LG Lara

Donnerstag, 30. November 2017

Rezension - Inglourious Basterds

Inglourious Basterds
Drama, Action
Ab 16 Jahren freigegeben
154 Minuten Länge
Mit Quentin Tarantino in der Regie
Drehbuch geschrieben von Quentin Tarantino
Als Blu-Ray für 6,85€ (hier)



Die „Bastards“, ein Trupp jüdischer Soldaten, wagen sich während des zweiten Weltkrieges auf feindlichen Boden in Frankreich und machen Jagd auf Nazis. Sie planen ein Attentat auf einen Kinosaal in dem die Premiere eines weiteren Goebbels Film stattfinden soll, nichtsahnend das die Betreiberin eben dieses Kinos ihre eigenen Pläne für diesen Abend hat um den Mörder ihrer Familie, Hans Landa, auch der Judenjäger genannt, zu töten.


Quentin Tarantino ist dafür bekannt ausgefallene Filme mit einer bescheuerten Art von Humor zu erschaffen und dies ist ihm auch hier wieder gelungen. Mit perfekter Besetzung schafft er einen sehr coolen zweiten Weltkriegs Streifen, der überzeugt. Keinen Charakter kann man wirklich als gut bezeichnen, ob sie nun Nazis sind oder nicht, jeder Charakter zieht harte Sachen ab und so wirken die Charaktere, so abgedreht der Film auch ist, realistisch, auch wenn der Film eigentlich einen mangelnden Realitätsbezug hat, was aber auch gar nicht schlimm ist. Der Film soll schließlich unterhalten und keine Geschichtsstunde sein.
Wie in jedem Tarantino Film sollte man gut zuhören um ja keine Zeile zu verpassen. Jedoch gibt es hier zum Glück nicht ganz so viel Dialog wie in seinem letzten Film „The hateful 8“, bei dem man vor lauter Dialog gar nicht mehr wusste was genau passierte. Hier hat Tarantino diesmal eine sehr gute Balance zwischen Dialog, Action und Handlung gefunden.


Tarantino hatte sich für diesen Streifen wirklich viele passende und überzeugende Schauspieler ins Boot geholt. Zum einen wären da einmal Brad Pitt, in der Rolle Leutnant Aldo Raine, und Michael Fassbender als Leutnant Archie Hicox, der wieder eine absolute Glanzleistung abliefert. Wirklich überrascht im Film war ich von Til Schweiger, der den gnadenlosen Hugo Stiglitz verkörpert, zum ersten mal war ich nicht angenervt Schweiger auf der Leinwand zu sehen, hier leistet er wirklich gute Arbeit. Außerdem als deutsche Schauspieler dabei sind, der aufsteigende Stern, Daniel Brühl und der mega Schauspieler Christoph Waltz, zu dessen Meisterleistungen man nichts mehr sagen muss. Mit dabei ist auch wieder Samuel L. Jackson, jedoch nur als Off-Stimme im Hintergrund.


Ein interessanter und guter Tarantino.


4,5 von 5 Sternen


~Cino



Rezension - Lord of Shadows - Die dunklen Mächte - Cassandra Clare

Lord of Shadows – Die dunklen Mächte
Von Cassandra Clare
Fantasy, Young Adult
Band 2 von 3
832 Seiten
Als Hardcover für 19,99€ (hier)


"Die Wunde ist der Ort, an dem das Licht in dich eindringt."
-Cassandra Clare, Lord of Shadows, Goldmann Verlag



Nach so langen Jahren hat Emma endlich Rache für ihre Eltern nehmen können. Endlich hatte sie den Mörder ihrer Eltern entlarvt und getötet. Und trotzdem ist sie nicht glücklich. Ihr Herz ist gebrochen, während sie eine Liebesbeziehung mit Julians Bruder Mark vortäuscht um alle in ihrem Umfeld vor dem Fluch zu retten, der ausbrechen würde, würde Emma eine Beziehung mit Julian eingehen.
Aber nicht nur Emma ist unglücklich. Der neu entdeckte Herondale Kit, will sich mit seinem Schattenjäger-Dasein nicht zufrieden geben. Weiterhin plant er wie er verschwinden kann und was er danach machen will, sobald er den Schattenjägern erstmal entkommen ist. Doch niemand lässt zu das er verschwindet.
Unterdessen braut sich Böses zusammen und die Schattenjäger haben in Zukunft an mehreren Fronten zu kämpfen und dazu auch noch mit ihren eigenen Gefühlen.


Dieses Mal haben unsere Protagonisten nicht nur gegen einen Antagonisten zu kämpfen, sondern sie haben gleich mehrere gegen die sie sich behaupten müssen, wenn sie verhindern wollen, dass sich die gesamte Schattenjägergemeinschaft für immer ändert.
In diesem Band wird von sehr vielen Charakteren erzählt und man bekommt auch endlich die Gelegenheit Personen, die bisher nur wenig aufgetaucht sind, näher kennen zulernen. Zum Beispiel stehen nun Livvy, Ty und Dru, aber auch Gwyn und Diana viel mehr im Vordergrund als im vorherigen Band. Es wird auch sehr häufig die Sicht gewechselt, wodurch man das Gefühl hatte, das Buch kommt schnell voran, bis dann ganz plötzlich das Ende kommt und einem den Boden unter den Füßen wegreißt. Es passieren im letzten Kapitel sehr viel und sehr schockierende Dinge, so dass ich absolut keine Ahnung habe wie es nun weiter gehen soll. Cassie beschert uns wieder einen ordentlichen Cliffhanger und ich kann den nächsten Band kaum erwarten.
Und trotzdem hat irgendetwas gefehlt im Buch. Ich hatte den Eindruck, dass es zu schnell voran kam und zu schnell die Sichten gewechselt wurden. Eigentlich bin ich es auch gewohnt bei Cassandra Clare sehr lange Kapitel und weniger häufig wechselnde Sichten zu haben, dass machte das Buch zeitweilig etwas befremdlich für mich.


Ich habe gelacht und geweint.


4,5 von 5 Sternen


~Cino



Donnerstag, 23. November 2017

Rezension 'City of Bones'

Inhalt:

Gut aussehend, düster und sexy. Das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos. So fühlt sich Clary, als sie in Jaces Welt hineingezogen wird. Denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss Clary schleunigst ein paar Antworten findet, sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen! 

Meine Meinung:

Der Einstieg fiel mir super leicht. Schon nach den ersten Seiten war ich vollkommen in der Geschichte drin und konnte mich auch sofort mit den Charakteren erwärmen. Generell wurde der Anfang ziemlich stürmisch gestaltet, was mir gut gefiel, da es gleich mit einer Dämonenjagd und dem Aufeinandertreffen von Clary und Jace beginnt und man so förmlich ins kalte Wasser geschmissen wird.

Ich persönlich liebe den Schreibstil von Cassandra Clare. Sie schreibt einfach wunderbar und man kann sehr schnell und vor allem auch sehr flüssig lesen. Die Art ihres Stils, gepaart mit einer tollen Ausdrucksweise, durch die die Emotionen ziemlich gut vermittelt werden, und einer kleinen großen Portion Humor, machten diesen Schreibstil (fast) rundum perfekt. Manchmal musste ich laut auflachen, da Jaces' oder Clary's Antworten einfach so witzig waren!

Spannung war meiner Meinung nach ständig vorhanden ebenso wie ein durchgehender roter Faden, und man hatte so immer einen Grund weiterlesen zu wollen. Vor allem am Ende gibt es einige ziemlich unvorhersehbare Ereignisse, die es beinah unmöglich machten, das Buch aus der Hand zu legen beziehungsweise die Geschichte aus seinem Kopf zu bekommen.

Die Charaktere mochte ich super gern. Sie waren mir allesamt sympathisch und ich konnte sie ziemlich gut nachvollziehen. Man lernt sie im Laufe der Handlung sehr gut kennen und meiner Meinung nach machen einige Figuren eine interessante Wandlung durch.

So zum Beispiel unsere Hauptfigur Clarissa Fray, die von allen nur Clary genannt wird.
Clary ist eine sehr selbstbewusste Person, die immer eine bissige Antwort parat hat, womit sie mich ab und an zum Schmunzeln gebracht hat. Dennoch hat sie eine neugierige und vor allem mutige Seite, die mich auch mal zum Nachdenken gebracht hat.

Die zweite Figur, die ich euch vorstellen möchte, der Waise ist Jace. Er ist seit er Denken kann Schattenjäger. Der Beste seines Alters. Die einzige Aufgabe, die er in seinem Leben sieht, ist die des Dämonentötens und des gut aussehens.–Bis Clary auftaucht. In ihr sieht er eine neue Herausforderung, die er vor den Gefahren der Dämonenwelt schützen muss.
Jace war mir auf anhieb sympathisch. Man lernt ihn von Seite zu Seite besser kennen und bekommt einen Einblick hinter die arrogante Fassade.
Mit seiner etwas verkorksten Art konnte mich Jace vollkommen in seinen Bann ziehen. Ich freue mich schon auf die folgenden Bände, in denen ich hoffentlich noch mehr Seiten von ihm kennenlernen werde!

Das neue Cover finde ich ganz interessant, schön gemacht und vor allem passend zur Geschichte gewählt. Sehr gut fand ich, dass es nun die englischen Cover sind, der Buchrücken sieht ebenfalls sehr schön aus. Alle Bücher zusammen werden wunderbar im Regal aussehen.
Der Titel gefällt mir auch sehr gut und eignet sich gut, um der Geschichte einen Namen zu geben.

Fazit:

Cassandra Clare schafft mit City of Bones - Chroniken der Unterwelt eine wunderbare Geschichte mit Charakteren, die sehr menschlich und gut nachvollziehbar sind, und in die man einfach völlig eintauchen kann zu schaffen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Auch die Spannung kam nicht zu kurz und so wollte man, sei es wegen unerwarteten Wendungen oder einfach nur wegen der momentanen Stimmung, stets weiterlesen!
Für mich war City of Bones ein wahrer Glückstreffer und ich empfehleeuch dieses Buch wärmstens. Von mir bekommt es ebenfalls 5/5 Sterne!
Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Buches!
LG Lara

Mittwoch, 8. November 2017

Rezension "Amani - Verräterin des Throns"

Titel: Amani - Verräterin des Throns
Autor: Alwyn Hamilton
Verlag: cbt
Preis: 16,99€
Hier gehts zum Buch

Inhalt:

Cover: Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut. Diesen Glitzerstreifen verbindet man im Laufe der Geschichte schon mit Sand, und ich finde, das bringt einem die Geschichte sehr viel näher.
Die Auffassung bei den Kapiteln hat mir auch sehr gefallen, zudem hat es am Rand ein schönes Muster ergeben. So konnte man außerdem sehen, wann ein neues Kapitel anfängt und muss nicht immer vorblättern und schauen. Ich persönlich mache das öfter und fand die 'Markierung' am Buchschnitt sehr hilfreich.

Charaktere:
Amani: Amani war für mich am Anfang ein sehr selbstständiger Mensch, ihre Eltern sind früh gestorben, sodass sie bei ihrem Onkel und seiner Frau leben musste. Außerdem hat sie ja vorher schon viel durchgenacht, welches man im ersten Teil lesen kann. Sie hat sich allerdings eher alleine durchgeschlagen und war sehr eigenständig. Trotzdem hat mir ihr Charakter sehr gefallen.

Jin: Jin war am Anfang sehr undurchschaubar, zumindest für mich. Nach der Zeit ist er mir allerdings auch sympathisch geworden, und ich habe angefangen ihn zu mögen.

Sonstiges: Irgendwie konnte ich dem ganzen Buch nicht ganz folgen, zwischendurch habe ich oft den Faden verloren. Außerdem fande ich es wie den ersten Teil sehr langatmig. Beim ersten Teil habe ich mich auch schon ein wenig durchgekämpft, nun hatte ich gehofft dass mir dieses Buch leichter fallen würde, was es aber getan hat. Schade um die Charaktere aber teilweise hatte ich auch einfach keine Lust mehr weiterzulesen und konnte mich so überhaupt nicht in die Story reinversetzen.
Deshalb gebe ich dem Buch nur 2/5 Sternen, auch wenn mir die Charakter und das Cocer sehr gefallen haben, sie konnten die Geschichte nicht richtig retten.
Viele Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Buches!
LG Lara

Samstag, 4. November 2017

Rezension "ES"

Perfekt zum neuen Kinostart kam auch das Buch heraus - und wartete nicht lange darauf, gelesen zu werden. Das Buch lässt mit seiner Dicke erstmal jeden zögern- es ist und bleibt ein Schinken von mehr als tausend Seiten. Doch es lohnt sich, es anzufangen. Die ersten Seiten, in denen es vor allem um Bill geht, der Protagonist, der durch den Verlust seines Bruders Georgie das erste Mal auf Es stößt und damit mehrere Dinge ins Rollen bringt.
Das Buch liest sich wirklich super schnell und selbst für mich als Fantasy-Romance-Fan war es angenehm zu lesen. Stephen King greift - um erstmal auf den Inhalt einzugehen- Thematiken der Kindheit auf. So ist da der Club der Verlierer, die alle mit schwerwiegenden Problemen zu kämpfen haben, die heute durchaus noch aktuell sind, wenn auch ein wenig abgewandelt.
Bill, dessen Bruder Georgie Es´erstes Opfer war, muss mit dessen Tod kämpfen und er stottert, was ihm das Leben nicht gerade leichter macht. Auch Ben, der korpulentere Bücherwurm in der Gruppe der sieben Kinder, wird von Jungen aus der Schule gehänselt- er hegt eine große Angst vor Henry Bowers, ein gewalttätiger Junge, der eine der Ängste aus "Es" verkörpert. Allgemein hat jeder der sieben Kinder irgendeinen Grund, weshalb sie zu Außenseitern werden.
Und als Bill und Eddie eines Tages einen Damm in den Barrens bauen, begegnen sie Ben. Die Barrens spielen eine zentrale Rolle der Kinder. Sie ist ihr Rückzugsort- ihr Ort, wo niemand sie schlägt, wo niemand sie hänselt, wo niemand etwas von ihnen verlangt, wo sie einfach sie seien können.
Während die Geschichte voranschreitet, gibt es immer wieder zwischendurch ein paar Zwischenspiele, wo die Geschichte dreißig Jahre später spielt, und die nun Erwachsenen sich wieder mit Es beschäftigen, das Darry wieder unsicher macht.
Es.
Es, der Clown Pennywise, der die Kinder neben ihren Alltagsproblemen auch noch terrorisiert, indem er sich plötzlich in Bilder bewegt, indem er Ballons gegen den Wind fliegen lässt... hinterlässt nicht nur bei den Kindern einen Schrecken, sondern auch bei dem Leser. Beim Schreiben dieser Rezension bekam ich schon bei dem Gedanken an die vielen Szenen, in denen Es aufgetaucht war, Gänsehaut.
Es macht die ganze Geschichte sehr, sehr gruselig und gibt dem Leser den Rest, völlig in der Geschichte zu verfallen und von dem Geschehen gefesselt zu werden. Man traut sich gar nicht mehr, abends in dem Buch zu lesen, aus Angst, dass plötzlich um die Ecke knallrote Luftballons geflogen kommen...
Während die Geschichte sich hauptsächlich auf die Kindheit der sieben Kinder stützt, müssen jene auch siebenundzwanzig noch einmal gegen Es kämpfen, und müssen die Schatten der Vergangenheit überwinden. Auch in dieser Zeit gab es einige Spannungen, so ist zum Beispiel Stan ganz am Anfang verstorben, und die Freunde finden sich wieder in Derry zusammen, um Es ein weiteres Mal zu bekämpfen. Mit einigen überraschend traurigen Wendungen...

Das Buch ist und bleibt ein riesiger Brocken, auch wenn sich die Seiten relativ schnell lesen, schreckt es einen doch erstmal ab. Stephen King hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der den Leser auch mal nachdenken lässt und nicht alles nur runterrattert. Nichtsdestotrotz füllt der Autor auch viele Szenen mit gefühlten unendlich langen Beschreibungen. Aber ich finde, das ist Stephen King und das braucht das Buch einfach. Dadurch wirken die gruseligen Szenen viel mehr, dadurch wird man viel tiefer in die Geschichte hineingeworfen.
An einigen Stellen ist das Buch aus verschiedenen Sichten geschrieben, sodass man noch einen tieferen Eindruck in die Charaktere bekommen hat und so oft auch besser ihre Handlungsweisen nachvollziehen kann.
Letztendlich hat mir das Buch wirklich gut gefallen, ich habe es weggelesen wie nichts. Es hatte seine Längen, hatte aber auch unerwartete Höhepunkte.
Wer Lust auf Horror hat, sollte auf jeden Fall zu Es greifen. Das Buch fast immer noch aktuelle Themen auf, und Stephen King schreibt über die Angst an sich- gemischt mit einer großen Portion Horror.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Rezension - Eragon - Der Auftrag des Ältesten - Hörbuch

Eragon – Der Auftrag des Ältesten
Christopher Paolini
Gelesen von Andreas Fröhlich
Fantasy, Abenteuer
Band 2 von 4
27 Stunden
Für 11,95 € (hier)



Das Hörbuch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt.

Das Abenteuer geht weiter. Die Schlacht in Farthen Dûr kostete unzählige Leben und letztlich auch dem König der Varden, Ajihad. Nun nimmt seine Tochter Nasuada das Ruder in die Hand und führt nun ihr Volk an, während Eragon sich auf den Weg zu den Elfen in Du Weldenvarden. Dort setzt er seine Ausbildung fort und folgt seinem Schicksal um eines Tages Galbatorix zu bezwingen. Nichtsahnend was in seiner Heimat Carvahall vor sich geht erlernt Eragon weiter die Magie und das Volk der Elfen kennen, wobei seine Liebe zu der Elfe Arya immer ernster wird. Und auch für seinen zurückgelassenen Cousin Roran wird es ernster. Während der Jagd entdeckte eine Gruppe Soldaten gefolgt von Ra'zac die ihr Dorf unruhig machen und die Heuspeicher niederbrennen. Roran fürchtet um seine Heimat und um sein junges Glück mit Katrina und beschließt die Sache selbst in die Hand zunehmen.

Der Band fängt sehr spannend an und behält seine Spannung bis ganz zum Schluss. Besonders gut fand ich, dass man die Magie quasi mit Eragon gemeinsam erlernt hat und viele neue Dinge erfahren hat. Sein gesamter Lernprozess und das Leben der Elfen ist alles sehr interessant und ich konnte fast nicht mehr aufhören zuzuhören. Andreas Fröhlich ist wieder mal perfekt für das Hörspiel und gehört für mich zu der Geschichte genau so wie Brom dazugehörte. Es fühlt sich an als würde man der gesamten Geschichte lauschen, wie Ergaon einst Broms Geschichten lauschte.
Auch die Stellen über Roran waren sehr spannend und man hatte endlich mal die Gelegenheit mehr über Roran zu erfahren und ihn und Katrina überhaupt kennen zulernen, denn Beide sind im ersten Band der Reihe nicht viel vorgekommen.
Insgesamt lernt man viele neue Dinge in diesem Band kennen die ihn durchweg spannend für mich gemacht haben, auch wenn viele diese Meinung nicht teilen und diesen Band eher langatmig fanden, aber so empfand ich es nicht.


Gelungener zweiter Band, der viel neues mit sich bringt.


4 von 5 Sternen


~Cino


Samstag, 28. Oktober 2017

Rezension - Das Lied von Eis und Feuer - Der Thron der sieben Königreiche - Hörbuch

Das Lied von Eis und Feuer – Der Thron der sieben Königreiche
Von George R. R. Martin
Gelesen von Reinhard Kuhnert
Fantasy
Band 3 von 10
18 Stunden 17 Minuten
Als Hörbuch für 24,99€ (hier)




Die Starks verarbeiten noch immer den Tod ihres Vaters als im Reich ein Bürgerkrieg ausbricht. Der junge Robb kämpft nun nicht mehr um den Respekt seiner Untertanen als neuer Lord von Winterfell sondern steigt in den Bürgerkrieg mit ein und will seine Schwestern aus Kings Landing retten. Während Robb seine Leute im Norden sammelt, sitzen die beiden jüngsten Stark, Bran und Rickon, alleine auf Winterfell. Bran muss viele Lords und Mündel begrüßen, was ihn mehr stört als wirklich eine Freude macht, bis die beiden Kinder von Howland Reed auftauchen und Bran von Jojens Grünseher Fähigkeiten erfährt. Unterdessen bekriegen sich auch die Brüder des verstorbenen Königs, Stannis und Renly. Beide sehen sich als rechtmäßigen Thronerben, denn für sie ist klar das Joffrey ein Bastardsohn von der Königin, Cersei, und ihrem Zwillingsbruder Jaime ist. Doch die Krone weicht weiterhin den Vorwürfen aus und suchen weiterhin nach Arya Stark, die mit ein paar Leuten losgezogen ist zur Mauer, doch sie ist nicht die Einzige in der Gruppe die sich vor den Soldaten der Krone fürchtet, auch der junge Schmied Gendry, flüchtet vor der Krone auch wenn er gar nicht weiß warum.



Spannend und fesselnd geht es in die dritte Runde mit Der Thron der sieben Königreiche. Die Geschichte verstrickt sich immer weiter und spielt gekonnt mit einem. Es kommen immer mehr Charaktere hinzu, was es manchmal schwer macht der Geschichte ganz zu folgen, da ja nach jedem Kapitel die Sichtweise gewechselt wird und die Geschichte mit einem anderen Charaktere weiter erzählt wird. Was dazu führt das einige Tode im Buch mir absolut gar nichts bedeutete haben, weil sich die Charaktere in dieser kurzen Zeit nicht in mein Gedächtnis brennen konnten. Zeitweise wirkte die Story jetzt doch ganz schön langatmig und ich erwischte mich dabei wie ich jedes mal wenn ein Kapitel mit Arya anfängt die Augen verdrehte habe, obwohl ich eigentlich ein großer Fan von Arya bin, zumindest was die Serie angeht und auch sonst immer ihre Szenen mit Gendry mochte, doch das Buch hat mir ein wenig den Geschmack daran verdorben. Doch das Tat nicht den Spaß und die Faszination ab, die ich weiterhin für die Reihe empfinde.


Die Story strickt sich immer mehr zu einem komplizierten Gestrick zusammen, dass einen absolut fesselt und fasziniert.


4 von 5 Sternen


~Cino



Mittwoch, 25. Oktober 2017

Buchempfehlung: Love Letters to the dead


Hallo :)

Heute habe ich eine Buchempfehlung für euch, in der ich euch das Buch Love letters to the dead ans Herz legen möchte.

Allgemeines:
Titel: Love Letters to the dead
Autorin: Ava Dellaira
Verlag: cbt Verlag
Seitenanzahl: 416
Preis: 17,99€







Inhaltsangabe:
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …


Meine Meinung:
Das Cover von Love letters to the dead hat mich sofort angesprochen, da die Farbgestaltung stimmig ist und ich sofort einen Drang danach verspürte, es zu lesen.

In dem Buch schreibt die Protagonistin Laurel Briefe an tote Persönlichkeiten. Zunächst tut sie dies als Schulaufgabe, jedoch hört sie nicht auf und vermittelt dem Leser alles was sie erlebt und dabei fühlt innerhalb dieser Briefe.
Ich fand diese Art der Erzählform sehr gelungen, da ich mich so sehr gut mit ihr identifizieren konnte und das Gefühl hatte sie kennenzulernen.
Auch wie sie mit dem Verlust ihrer Schwester umgegangen ist und all ihre Probleme gelöst hat konnte hier gut transportiert werden.
Besonders gefallen hat mir, dass in dem Buch unglaublich tolle Dinge gesagt wurden und ich mir einige Zitate markieren konnte. Am Ende dieses Blogposts werde ich ein paar dieser Zitate einfügen.

Laurel macht eine Veränderung durch und ich fand es richtig toll diese als Leser zu begleiten
Am Anfang der Geschichte ist sie noch sehr unsicher und orientiert sich stark an ihrer verstorbenen Schwester. Zum Ende hin entwickelt sie langsam ein Selbstwertgefühl, knüpft ihre eigenen Kontakte und beginnt sich von dem Leben ihrer Schwester zu lösen.

Der Schreibstil in Love letters to the dead hat zu Mays Alter gepasst, sodass ich wirklich das Gefühl hatte die Geschichte von Laurel erzählt zu bekommen. Das Buch ließ sich schnell lesen und es war angenehm ihrer Geschichte zu folgen.


Fazit:
Love Letters to the dead ist ein tolles Buch, dass die Höhen und tiefen des Lebens beschreibt.

Eine absolute Leseempfehlung, ich vergebe 5 von 5 Sternen.


Zum Schluss noch ein paar Zitate aus dem Buch:

„Manchmal ist da nur Stille nachdem man etwas gesagt hat. Oder bloß ein Echo. Wie Schreie aus unserem Inneren. Und dann fühlt man sich wirklich einsam. Aber das passiert nur, wenn man nicht richtig hinhört. Es bedeutet, dass man noch nicht bereit ist, zu hören. Denn jedes Mal, wenn wir etwas sagen, ist da eine Stimme. Eine ganze Welt, die uns antwortet“


„Manchmal sind es die kleinen Gesten, die den größten Raum einnehmen“


„Warum glaubst du, ist die Liebe das tiefste Gefühl, das Menschen empfinden? Weil sie beides zugleich ist. Solange wir lieben, fühlen wir uns beschützt und haben dabei doch trotzdem Angst“

„Ein wahrer Freundist jemand, der dich voll und ganz du selbst sein lässt. Der nichts von dir erwartet. Der dich so nimmt, wie du bist, ganz egal, was auch immer du in einem Moment gerade fühlst. Das ist es worauf es bei der wahren Liebe ankommt: den anderen sein zu lassen, was er wirklich ist.“


LG







Rezension - Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter - Hörbuch

Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter
Christopher Paolini
Gelesen von Andreas Fröhlich
Fantasy, Abenteuer
Band 1 von 4
21 Stunden 15 Minuten
Für 16,99 € (hier)



Ich habe das Hörspiel freundlicher Weise vom Bloggerportal zugeschickt bekommen.

Bauernjunge Eragon ist auf der Jagd als er einen glänzenden, blauen Stein findet. Er beabsichtigt diesen ungewöhnlichen Stein zu verkaufen, als dieser dann plötzlich Risse bekommt, aufbricht und ein kleines Drachenjunges ans Tageslicht kommt. Eragon begreift, das er von heute an ein Drachenreiter ist. Vom alten Geschichtenerzähler in seinem Dorf Carvahall hatte er immer Geschichten von den mächtigen Drachenreitern gehört, doch heute gibt es nur noch einen Drachenreiter: Der grausame Herrscher Galbatorix und genau dieser beginnt nun eine Jagd auf Eragon, der nun zum Drachenreiter geworden ist und damit zu Galbtorix' größte Bedrohung.


Spannend und fesselnd beginnt die Geschichte gleich mit dem Drachenein und wie es zu Eragon gelangte. Man ist durchgängig gepackt vom Buch und ich wollte gar nicht mehr aufhören Andreas Fröhlich zuzuhören, denn seine Stimme passt einfach perfekt zu der Welt von Eragon und zu Eragon selbst. Die gesamte Geschichte wirkt durch ihn unglaublich lebendig und nochmal viel interessanter. Ich konnte mir die Schauplätze und Charaktere fast bildlich vorstellen.
Man empfindet sofort Sympathie für die Drachendame Saphira und auch die anderen Charaktere wachsen einem sehr schnell ans Herz. Man spürt förmlich wie Eragon mit seiner Aufgabe wächst und leidenschaftlich beginnt zu lernen – nicht nur Magie und Kampfkunst sondern auch das Lesen.
Ein Gefühl das ich jedoch nicht loswurde während des Buches war, dass ich die gesamte Geschichte schon vorher einmal erlebt habe, einige Stellen oder Charaktere kamen einem schon arg bekannt vor und wirkten nicht originell.



Ein perferktes Buch für junge Fantasy Fans.


4 von 5 Sternen


~Cino


Dienstag, 3. Oktober 2017

Rezension: Das Lied der Krähen von Leigh Bardugo



Nachdem ich das Buch schon lesen wollte, seit es in den USA veröffentlicht wurde, habe ich mich riesig gefreut, dass es auf Deutsch raus kam. Denn, um ehrlich zu sein, ist High-Fantasy auf einer anderen Sprache doch meist etwas komplizierter als man denkt.








Allgemein:


Titel: das Lied der Krähen

Originaltitel: Six of Crows

Autor: Leigh Bardugo

Seitenzahl: 592 Seiten

Preis: 16,99€ broschiert ( Amazon, Verlag, Thalia )

Verlag: Knaur Fantasy

erschienen am 2.10.2017

Laut der Autorin Leigh Bardugo hängt „Das Lied der Krähen“ mit ihrer Grischa Reihe zusammen, man kann es aber auch lesen ohne die Grischa Reihe gelesen zu haben.




Inhalt:

Sechs unberechenbare Außenseiter – eine unmögliche Mission.
Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen …
Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej …

Quelle: Knaur Fantasy, Leigh Bardugo, das Lied der Krähen




Meine Meinung:



Das Cover:

Dieses Cover gehört zu meinen Lieblingscovern überhaupt und die Schönheit des Buches hört beim Cover nicht auf! Der Buchschnitt ist schwarz – Ich liebe sowas ja – und vorne und hinten sind Karten aus Leigh Bardugos Welt. Die Aufmachung ist echt richtig richtig schön.




Der Schreibstil:

Der Schreibstil von Leigh Bardugo hat mich begeistert, ich glaube ich muss ganz schnell ihre anderen Bücher lesen! Man konnte das Buch gut lesen, es war nie zu langatmig, aber man hat trotzdem genaue Beschreibungen der Situation erhalten, eine Mischung die nicht jedem Autoren so gut gelingt. Wenn man sich, so wie ich das tue, gerne Stellen im Buch mit Post-its markiert, dann gibt es aufjedenfall genug Zitate, die es wert sind markiert zu werden. (Ich habe fast 20 Stellen markiert).


"Sie hatte gelacht, und wenn er gekonnt hätte, hätte er den Klang in eine Flasche gefüllt und sich jede Nacht daran betrunken. Es machte ihm Angst."

-Seite 509, Das Lied der Krähen

Die Beschreibungen sind ebenfalls gut geschrieben, man kann sich Ketterdam und seine Gangs bildlich vorstellen. Dadurch, dass die Kapitel nicht immer aus der gleichen Sicht geschrieben wurden, sondern dass es zwischen den Charakteren wechselt, kann man sie besser verstehen und sich besser in sie hineinversetzen.




Die Charaktere:

Kommen wir jetzt zu meinem Lieblingsteil an diesem Buch: Die Charaktere!

Die anderen Sachen haben mir zwar ebenfalls total gut gefallen, aber die Charaktere sind eine Sache für sich. Ich liebe gut durchdachte, „tiefe“ Charaktere, die einen größeren Zweck erfüllen, als nur den Plot zu durchlaufen. Mit „Das Lied der Krähen“ ist man hier definitiv auf der guten Seite.

Zum einem haben wir Kaz Brekker, Dirtyhands, der immer Handschuhe trägt, humpelt und unnahbar scheint. Dann gibt es Inej, das Phantom und die einzige Person die Kaz wenigstens ein bisschen an sich heranlässt. Jesper, ein Scharfschütze mit einer Schwäche für das Glücksspiel und Nina, eine Grischa-Entherzerin. Weiterhin gehören Matthias, den sie erstmal aus dem „Höllenschlund“ befreien müssen und der jungaussehende Wylan zur Gruppe. Allesamt sind sie Außenseiter und Verbrecher. Klingt nach einer bunten Mischung und ist es auch.

Man erfährt nicht nur was den sechs während ihrer Mission durch den Kopf geht, sondern auch Geschichten aus ihrer Vergangenheit. Keiner der Charaktere ist flach und man fühlt sich, als würde man sie alle wirklich kennen. Am Liebsten würde ich einfach in das Buch springen um mit den sechs Krähen ihre Welt erforschen (auch wenn ich wahrscheinlich nicht länger als ein paar Tage dort durchhalten würde).





Die Storyidee und Umsetzung:

Ich liebe die Idee von den sechs Außenseitern die sich auf eine scheinbar unmögliche Mission begeben und nach dem riesigen Hype um das Buch in der USA war ich total gespannt, was wirklich dahinter steckt. Ich wurde nicht enttäuscht!

Der Plot ist gut durchdacht, man wird immer wieder bei einigen Stellen überrascht von der Durchdachtheit, die in ihren Plänen steckt und von den Ideen von Leigh Bardugo.

Für mich persönlich gab es zwar keine Stellen, an denen ich total geschockt war oder überrascht, weil etwas passierte was ich überhaupt nicht erwartet hätte, aber das ist für mich nicht so schlimm, da ein Buch nicht nur für einen Plot Twist lebt. Das Buch war durchweg spannend und man wollte immer wissen was als nächstes passiert.

Ganz den Riesehype erreicht meiner Meinung nach das Buch aber nicht, es ist sehr gut, aber wahrscheinlich hat man nach dem Hype um das Buch sowieso sehr hohe Erwartungen, die gar nicht erreicht werden können. Ich habe außerdem das Gefühl, dass mir das Buch bei einem zweiten Lesen noch besser gefallen würde, was mir häufig bei guten Fantasy Büchern passiert, weil einem erst da die volle Durchdachtheit des Buches auffällt.

Das Buch war voller Spannung, aber auch Romantik zwischen den Charakteren kam nicht zu kurz:


" Viele Jungen werden dir Blumen bringen. Aber eines Tages wirst du einen Jungen kennenlernen, der deine Lieblingsblume in Erfahrung bringen wird.(…) Nur dieser Junge verdient dein Herz."

-Seite 181, das Lied der Krähen


Die Charaktere werden mir sicherlich noch einige Tage im Kopf rum spuken und ich freue mich schon auf den zweiten und damit letzten Teil der Reihe.





Fazit:



Eine Geschichte, die den Leser mitfiebern lässt und bei der man sich fühlt als wäre man selbst mitten im Buch. Ich bin glücklich, dass ich dieses Buch gelesen habe und warte nun gespannt auf den zweiten Teil!

Bei meiner Bewertung lasse ich noch ein bisschen Luft nach oben für den zweiten Teil, mit der Hoffnung, dass der mich noch einmal so begeistert oder vielleicht sogar noch mehr.


4,5 / 5 Sternen


LG Isabell

Montag, 2. Oktober 2017

Rezension: "Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow"

Titel: Aufstieg und Fall des außerordentlich Simon Snow
Autor: Rainbow Rowell
Verlag: dtv
Hier gehts zum Buch 








Inhalt
Liebe, Freundschaft, ein Auserwählter und viel Magie
Simon Snow ist der mächtigste Zauberer, den die Welt der Magie je hervorgebracht hat. Wäre da nur nicht die Tatsache, dass Simon völlig unfähig ist, seine magischen Kräfte zu steuern. Aber dafür ist ja Watford da, das Zaubererinternat. Für Simons Zimmergenossen Baz – Vampir aus angesehener Familie und Simon in freundlichem Hass zugetan – ist er, der Auserwählte, eine wahre Fehlbesetzung. Am liebsten würde Baz den Magie sprühenden Simon mit seinen spitzen Zähnen ein für alle Mal erledigen. Doch dazu kommt es nicht, vorerst zumindest. Denn die verfeindeten Jungs tun sich zusammen, um gemeinsam mit ihrer blitzgescheiten Schulkameradin Penelope den Mord an Baz' Mutter aufzuklären. Für Simon beginnt eine Achterbahn der Gefühle. Und die Welt der Zauberer steht fortan nicht nur in Liebesdingen kopf.



Rezension

Charaktere:
Die Charaktere waren meiner Meinung nach eher undurchsichtig, Simon schien kaum eigene Gedanken zu haben, er machte einfach immer alles, was ihm gerade so in den Sinn kam, und genauso empfand ich es bei Penelope und Agatha auch. Diese empfand ich als sehr verwirrend, auch aufgrund ihrer verschiedenen Standpunkte. Baz hibgegen fand ich echt sympathisch und er hat diese Geschichte auch ein klein wenig gerettet. Durch seinen Sarkasmus wurde die sonst so träge Geschichte ein wenig aufgemischt.

Meine Meinung:
Eigentlich war Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow nur als Teil des Buches Fangirl von Rainbow Rowell gedacht, eine Fanfiction, die sich die Protagonistin des Romans ausdachte. Durch die Teile in der Fanfiction wurde ich neugierig auf das Buch und so beschloss ich kurzerhand, es mir anzulegen. Was mir sofort aufgefallen ist, ist, dass es sehr viele Parallelen zur berühmten Harry Potter Reihe gibt, die allerdings schlecht umgesetzt waren.
Das Buch beschreibt Simons siebtes und letztes Schuljahr an der Watford Schule für Zauberei, vorherige Ereignisse bekommt man im Laufe des Buches immer mehr erzählt. Das wirkt zu Behinn ziemlich verwirrend, und durch die ersten Seiten musste ich mich wirklich quälen. Da die Reihe sehr an die Harry Potter Bände anlehnt und kaum Details geändert wurden, konnte man sich als großer Harry Potter- Fan schnell zurecht finden und mit Simon miteifern, vorallem wenn klar wurde, dass Simon mehr Glück als Verstand zu haben schien. Dies war, wie oben schon erwähnt wirklich anstrengend. Zur Mitte hin schien die Geschichte dann langsam seinen eigenen Handlungsstrang zu folgen – Und nicht mehr zu sehr am Harry Potter Ideal zu klammern. Das Ende war dann zwar sehr schlau ausgeführt, aber wieder so verwirrend beschrieben, dass ich es kaum realisiert habe und am Ende eigentlich nurnoch froh war, dieses Buch beendet zu haben.

Cover:
Das Cover hat mir sehr gut gefallen, das Buch ohne Schutzumschlag sieht auch sehr schön aus. Das einzige was mich stört war die Schrift. Ich weiß nicht ob mir das nur so vorkam, aber es war alles extrem gedrängt und klein geschrieben. Ich als Brillenmensch konnte zum Beispiel ohne Brille nicht mehr viel lesen, obwohl ich keine große Stärke auf den Gläsern habe und auch eigentlich kurzsichtig bin.

Fazit:
Wie oben erwähnt, sind Auszüge aus dem Buch in Rowells Roman 'Fangirl' zu finden - dabei hätte es auch bleiben können. Mich hat das Buch nicht überzeugt, aber das Design hat mir sehr gut gefallen, deshalb bekommt es 3/5 Sterne von mir!
Vielen Dank auch an den dtv-Verlag zur Bereitstellung dieses Buches.
LG Lara

Sonntag, 1. Oktober 2017

Rezension - Prisoners

Prisoners
Thriller
Ab 16 Jahren freigegeben
153 Minuten Länge
Mit Denis Villeneuve in der Regie
Drehbuch geschrieben von Aaron Guzikowski


Familie Dover und Familie Birch feiern zusammen Thansgiving und amüsieren sich prächtig. Auch ihre Kinder verstehen sich super mit einander, und genau deshalb machen sich Anna und Joy auf der Suche nach Annas verlorener Trillerpfeife. Als sich die Familie anfangen Sorgen zu machen wo die beiden Mädchen stecken sind sie unauffindbar. Sofort wird die Polizei eingeschaltet und der einzelgängerische Detective Loki arbeitet sofort begierig an den Fall. Doch Annas Vater reicht das nicht. Er glaubt den Täter schon längst gefunden zu haben, den zurückgebliebenen Alex Jones, und Keller scheut keine Hilfsmittel um Alex Tat auf die Spur zu kommen.


Der gesamte Film erzeugt eine packende Atmosphäre und ist spannend bis zur letzten Minuten. Selber hatte ich lange keine Ahnung was hinter dem Fall stecken könnte und hab die meiste Zeit den Falschen verdächtigt. Dennoch, man kann nicht wirklich mit den Charakteren mitfühlen, da man nicht wirklich Sympathie für die Figuren aufbringen kann. Es wurde mehrmals ein Hintergrund zu einem Charakter angeschnitten, aber nicht näher beleuchtet, was mir stark das Gefühl gab, der Film wäre nicht vollständig, was aber auch wieder Realitätsnähe zeigt, auf die sonst bei allem in dem Film wert gelegt wurde, weshalb mir die allerletzte Szene im Film überhaupt nicht gefällt da sie den Realitätsfaktor zerstört.


Der Film ist wirklich anständig besetzt mit Jake Gyllenhaal (Jack Twist aus Brokeback Mountain) als Detective Loki und Hugh Jackman (Wolverine in den X-Men Verfilmungen) als Keller Dover. Außerdem dabei sind bekannte Gesichter wie Dylan Minnette, der kürzlich als Clay Jensen seinen Durchbruch in Tote Mädchen lügen nicht hatte. Jeder von ihnen leistet überzeugende schauspielerische Leistung und ich habe sogar geschafft nicht bei jeder Szene mit Hugh Jackman an Wolverine zu denken, auch wenn sich beide Charakter hier sehr ähneln.


Ein fesselnder Thriller mit interessanten Charakteren.


4 von 5 Sternen


~Cino



Samstag, 30. September 2017

Rezension - Die Chroniken von Araluen - Die Ruinen von Gorlan - John Flanagan

Die Chroniken von Araluen – Die Ruinen von Gorlan
Von John Flanagan
Fantasy
Band 1 von 12
320 Seiten
Als Taschenbuch für 7,95 € (hier)






Will hat seine Mutter nie kennengelernt. Und auch seinen Vater nicht, alles was er über ihn weiß ist das er ein Soldat war. Und genau deshalb ist es auch sein sehnlichster Wunsch ein Ritter zu werden, um seine toten Eltern stolz zu machen. Jedoch ist er zu klein und zu schmächtig um an der harten Heeresschule aufgenommen zu werden. Als er schon die Hoffnung aufgegeben hat und glaubt nun Bauer werden zu müssen meldet sich der zwielichtige Waldläufer Walt zu Wort und schlägt vor den Jungen als seinen Lehrling aufzunehmen.


Das erste Mal habe ich von der Buchreihe im Internet gehört und war sofort interessiert. Zu Anfang des Buch war ich jedoch etwas enttäuscht. Das Buch ist mehr eine Fantasyreihe für Kinder und teilweise sehr einfach gehalten. Zum Beispiel gibt es hier keine ausgedachten Fremdsprachen sondern Französisch. Noch dazu wird leider kaum bis gar nicht mit Magie gearbeitet obwohl es sich bei einigen Dingen anbietet, was ich etwas schade fand, da Magie für mich einfach in ein Highfantasy Buch gehört. So wirkte das Ganze manchmal eher wie ein historischer Roman.
Den Schreibstil fand ich erst etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann hat er mir echt gut gefallen. Immer wieder wurden andere Charaktere beleuchtet so dass man nicht das Gefühl hatte das nur Will von Bedeutung sei, sondern das jeder Charakter seine Rolle hat und zu der Geschichte beiträgt.
Alles in Allem passiert jedoch nicht viel während des Buches und man bekommt erst am Ende des Buches eine Ahnung davon in welche Richtung sich die Reihe entwickeln wird und so ist das Ganze doch schon sehr ausbaufähig. Und trotzdem war es ab der Hälfte schwer das Buch aus der Hand legen, auch wenn es hauptsächlich nur um Wills Ausbildung ging. Ich hab Walt einfach sehr schnell ins Herz geschlossen. Er ist etwa vom selben Schlag wie Brom in Eragon, was mir sehr gefallen hat.


Auftakt einer Fantasy Reihe, die Luft nach oben lässt.


3,5 von 5 Sternen


~Cino


Rezension - Vier Farben der Magie - V. E. Schwab

Vier Farben der Magie
Von V.E. Schwab
Fantasy, Romance
Band 1 von 3
496 Seiten
Als Taschenbuch für 9,99 € (hier)


"Kell trug einen ganz besonderen Mantel."
- Vier Farben der Magie, Fischer Tor, V.E. Schwab


Nur den Antaris ist es möglich zwischen den vier Welten zu wandern: Dem grauen London, eine magielose, jedoch einfallsreiche Welt; das rote London, Kells Heimat und eine Welt die überfließt vor Magie; das weiße London, eine sterbende Welt, in der nichts so kostbar und tödlich ist wie Magie; und das schwarze London, das niemand mehr seid 300 Jahren betreten hat. Kell ist einer von ihnen und damit dazu verdammt immer wieder Botengänge zwischen den verschieden Welten zuführen und so Kontakt zwischen den verbliebenen drei Welten zu halten. Es ist Kell strengstens verboten Gegenstände von der einen Welt in die nächste zuschmuggeln und dennoch tut er es immer wieder, bis es ihm eines Tages zum Verhängnis wird und er plötzlich einen magischen Stein aus dem schwarzen London in den Händen hält. Kaum ist sich Kell klar das er den Stein dorthin zurück bringen muss wo er herkam, als ihm der Stein auch schon prompt von der langfingrigen Lila gestohlen wird, die ihr Pech mit dem Stein jedoch noch nicht erkannt hat.


Ich habe mich bereits auf den ersten Seiten in das Buch verliebt. Es ist unfassbar gut geschrieben sodass man schnell durch die Seiten kommt und das Buch schneller durch hat als einem lieb ist. Kell ist ein äußerst sympathischer Hauptcharakter, den man schnell ins Herz schließt und ähnlich verhält es sich mit Rhy, Lila und Holland. Man leidet mit ihnen allen mit und will eigentlich nur das es ihnen allen gut geht. Ich war immer wieder während des Buches schlicht weg ergriffen davon wie Dinge und Beziehungen zwischen verschiedenen Charakteren beschrieben wurden. Alleine schon wie die Magie beschrieben wird fesselt mich unglaublich. Es hatte alles wirklich eine sehr magische Atomsphäre. Ich war schon lange nicht mehr so in den Bann gezogen von einem Buch.
Das Buch war von Anfang bis Ende durchgehend spannend und hat einem immer wieder überrascht. Ich habe das Ende des Buches total anders erwartet und war froh darum das es anders gekommen ist. 


Ein wirklich magisches Buch. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band, um mehr von Kell und seinem besonderen Mantel zu lesen.


5 von 5 Sternen


~Cino


Montag, 25. September 2017

Rezension zu "New York zu verschenken" von Anna Pfeffer

Allgemeines:
Titel: New York zu verschenken
AutorIn: Anna Pfeffer
Verlag: cbj
Genre: Jugendbuch, Chatroman
Originaltitel: /
Seitenzahl: 336
Preis: 14,99€ (broschiert), 11,99€ (E-Book)
ISBN: 978-3-570-17397-8
Erscheinungsjahr: 2017

Inhalt:
Nachdem Antons Freundin mit ihm Schluss gemacht hat, sucht er nun dringend eine neue Olivia, die den gleichen Namen trägt wie die vorherige, und mit ihm auf die lange gebuchte New York Reise geht.
Durch seinen Instagram-Aufruf wird Liv auf ihn aufmerksam und so kennt der super selbstbewusste Sunnyboy ein Mädchen kennen, das so ganz anders ist als die, die er kennt.




Meine Meinung:
"New York zu verschenken" hat sich für mich zu beginn wie ein lustiges, frisches Buch für zwischendurch angehört, das beim Lesen einfach Spaß macht.
Leider wurden meine Erwartungen in diese Richtung gehen nicht ganz erfüllt. Tatsächlich fand - und finde - ich vieles an dem Buch einfach nur... nervig.
Zuallererst sollte man erstmal erwähnen, dass es sich um einen Chatroman handelt. "Das könnte doch ganz lustig sein!", habe ich mir am Anfang gedacht. Und das war es auch, ungefähr an fünf Stellen. Leider konnte mich diese Art des Erzählend nicht Überzeugen, für mich war die Handlung aufgrund des ausschließlichen Nachrichten Schreibens ein bisschen zu platt und auch die beiden Figuren Liv und Anton waren so einfach nicht wirklich interessant gestaltet. Die beiden haben einseitig und langweilig gewirkt, beide irgendwie in ihre Rollen und Formen gepresst, aber einfach leblos.
Insgesamt fand ich die beiden oftmals ziemlich unsympathisch, besonders anton, der einen großen Teil des Buches hinweg einfach arrogant, oberflächlich, nervig und mit der Zeit auch einfach langweilig war. besonders sein reicher-Macho-Gehabe ist mir tierisch auf den Keks gegangen.
Auch wenn er sich nicht das ganze Buch über so verhalten hat, hat das die Figur einfach irgendwie versaut.
Liv war meiner Meinung nach erträglicher, bei ihr war es umgekehrt: erst zum Ende hin wurde sie langsam nerviger, und dann war es einfach nicht mehr so schlimm.
Die Handlung an sich ist gut, auch wenn sie sich gezogen hat. Mir hat gefallen, dass man immer wieder auch vieler andere Details aus dem leben der Figuren erfahren hat. dadurch haben die beiden zumindest ein bisschen mehr Farbe bekommen. Das Ende fand ich ein bisschen seltsam, aber es hat gepasst.

Fazit:
Leider war das Buch "New York zu verschenken" nicht das richtige Buch für mich. Weder mit den Figuren, noch mit dem allgemeinen Format konnte ich besonders viel anfangen. Jedoch denke ich, dass Menschen, die sich ein kurzes Buch für zwischendurch wünschen, durchaus ihre Freude daran haben können.
Deshalb vergebe ich für "New York zu verschenken" nur
2 von 5 Sterne!

Falls ihr neugierig geworden seid, könnt ihr auch das Buch hier auf Amazon anschauen.

LG, Tosca😉

Sonntag, 24. September 2017

Rezension zu "Smoke" von Dan Vyleta

Allgemeines:
Titel: Smoke
Autor: Dan Vyleta
Verlag: carl´s books
Genre: All-Ager. (historischer-) Fantasyroman
Originaltitel: Smoke
Seitenzahl: 611
Preis: 16,99€ (Broschiert), 9,99€ (E-Book) 
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-570-58568-9

Inhalt:
Charlie und Thomas leben in einer Welt, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke durch eine Rauchwolke für alle Anderen Sichtbar wird. Die beiden Jungen gehen auf ein Internat, in dem den Jugendlichen das Rauchen - Sündigen - abtrainiert Werden soll.
Doch als die beiden ihre Ferien bei Thomas entfernten Verwandten, Lady Laynon und ihrer Tochter verbringt, entdecken die beiden den Generation zurückreichenden und alles verändern Komplott, der hinter dem Rauch steckt. Und so müssen die beiden sich von nun an um ihr Leben fürchten...

Meine Meinung:
"Smoke" konnte mich von Anfang an packen, nicht nur aufgrund der fesselnden Handlung und den vielschichtigen Figuren, sondern vor allem auch aufgrund der unglaublich gut gestalteten und komplexen Welt, in der der Roman spielt, und den philosophisch anmutenden Fragen, die im Buch aufgeworfen werden. Doch dazu später mehr.

"Smoke" beginnt damit, dass der Leser die beiden Hauptprotagonisten, Thomas und Charlie, kennenlernt und erste "Bekanntschaften" mit dem Hauptthema des Buches, dem Rauch, macht. Die im Roman erschaffene Welt scheint von Anfang an düster, angsteinflößend und wenig hoffnungsvoll, eine Welt der Unterdrücken durch etwas, was anscheinen nie ganz bezwingbar ist.
Die Handlung ist durch die Bank weg strukturiert und gut verständlich - zumindest bis zum Ende, da wurde es dann doch ein bisschen wirr, da die Handlungskette ein bisschen überlanden und... mitunter unverständlich war. Auch das Ende war mir zu offen und hat zu viele Fragen unbeantwortet gelassen.
Der ganze Roman ist in mehrere Teile eingeteilt, die alle an verschiedenen Handlungsorten spielen, Dadurch wird das Buch, das insgesamt wirklich massiv ist, in thematische Abschnitte schildert, was mir mit dem Verständnis irgenwie geholfen hat. Zudem wechselt die Sicht innerhalb des Buches nach jedem Kapitel, dadurch lernt man viele verschiedene Sichtweisen kennen, was besonders die Hauptfiguren betreffend, zu denen später auch noch eine gewisse Livia gehört, sehr interessant, da man dadurch die inneren Konflikte und Gefühle von Jedem kennenlernt.
Dahinein spielt auch der Schreibstil des Romans, der mir sehr gut gefallen hat, da er zum einen sehr klar formuliert ist, sich aber zum Anderen den einzelnen Sichtweisen der Figuren angepasst und sie sich so auch vom Schreibstil her von einander unterscheiden lassen.
Auch die Figuren sind ein klarer Pluspunkt für den Roman, sie sind unglaublich vielfältig und vielschichtig, jeder hat eine ganz eigene Persönlichkeit und besonders die im Vordergrund stehenden Figuren sind unglaublich genau ausgearbeitet, jede der Figuren hat einen klaren "Sinn" , bringt seinen ganz eigenen Teil in die Handlung und erscheint unglaublich realistisch. Deshalb konnte ich als Leser mich auch mit fast allen Figuren identifizieren und habe eine Starke Bindung zu ihnen aufgebaut.

Eine Sache, die mich besonders an "Smoke" fasziniert hat, war die Welt, in der der Roman gespielt hat. Auf der einen Seite hat man darin klare Merkmale des Londons einer vergangenen Zeit gefunden, die man auch in vielen anderen Büchern finden kann, auf der anderen Seite ist dieses aber so detailreich und an den entscheidenden Stellen verändert, dass man das Gefühlt hatte, man befände sich in einer Parallelwelt. Diese hat eine unglaubliche Neugier in mir heraufbeschworen, das Thema des Rauchs und dessen Auswirkung auf das Leben war etwas, das mich fasziniert, aber auch eingeschüchtert hat, es hat mich zum Nachdenken gebracht. Und ist es nicht grade das, was man in einem guten Buch sucht?
Und genau dieses Zum-Nachdenken-Gebracht-Werden ist ein weiterer Aspekt, der mir unglaublich gefallen hat. Beim Lesen wurde man ganz automatisch mit Fragen wie "Was ist Sünde?", "Was ist gut und was böse?", "Wann ist ein Mensch schlecht?" und "Ist ein Leben ohne Sünde überhaupt möglich, und wenn ja, unter welchen Umständen?" konfrontiert. Und wie gesagt, sind es genau solche Fragen, die gewisse Tiefsinnigkeit, die ich in einem Buch suche.

Fazit:
"Smoke" ist ein unglaublich fesselnder und faszinierender Roman, der in einer anderen Welt, einer anderen Zeit spielt und mich voll und ganz fesseln konnte. Ich möchte den Roman jedem empfehlen, der entweder Fantasy, historische Romane oder eine Mischung aus beidem kombiniert mit einer guten Portion Tiefsinn mag.
Deshalb vergebe ich für Smoke
5 und 5 Steren!!!

Na, neugierig geworden? Hier könnt ihr euch das Buch direkt auf Amazon ansehen!

LG, Tosca😉






Freitag, 15. September 2017

Rezension zu "Dunkel über Sethanon" von Raymond Feist

Achtung, Rezension kann Spoiler über die vorherigen Bände enthalten!
Allgemeines:
Titel: Die Midkemia-Saga 4: Dunkel über Sethanon
Autor: Raymond Feist
Verlag: Blanvalet 
Genre: Fantasy 
Originaltitel: Riftwar Saga 4: A Darkness at Sethanon
Seitenzahl: 672 
Preis: 9,99€ (E-Book), 10,99€ (TB) 
ISBN: 978-3734160974
Sonstiges: Der 4. Teil einer Reihe! 

Inhalt:
Für den Sieg von Armengar muss Murmandamus einen hohen Preis bezahlen; viele seiner Soldaten sind gefallen. Jedoch ist sein Heer immer noch größer als jeds Andee, dass sich ihm in den Weg stellt. Bald erreicht er die Hauptstadt des Reiches Rillanon und Prinz Arutha bereitet sicha uf die letzte Schlacht vor. Doch Murmandamus hat ein weit höheres Ziel
: er will seinen finsteren Gott wieder in die Welt der Sterblichen rufen... 

Meine Meinung:
Der vierte und letzte Teil der Midkemia-Reihe hat mir am besten gefallen. Direkt am Anfang wurde man ins Geschehen katapultiert und nicht wie die anderen Teile am Anfang mit neuen Charakteren verwirrt. Relativ schnell wurde es dann auch spannend und hielt sich bis zum Ende. Ein paar Stellen haben sich gezogen; dafür wirkten dann die überraschenden Stellen viel besser und der Schockmoment stand auf deren Seite.
Was ich wieder gut fand, waren die vielen Momente, in denen man mit klopfendem Herzen dasaß und sich fragte, ob das gerade wirklich geschehen war.
Dunkel über Sethanon hat im Gegensatz zu den anderen Büchern für mich eine angenehme und spannende Atmosphäre, in der man sich wirklich gerne aufhält. Der innere Sog des Buches war faszinierend und fesselte einen förmlich an dem Geschehen.
Gut war meiner Meinung nach auch die häufigen Sichtwechsel. Jedes Kapitel hatte ungefähr fünfzig Seiten, sodass man sich nicht ständig an den neuen Charakter und dessen Situation gewöhnen musste. Das Hauptaugenmerk lag hier wieder auf Arutha, der einer meiner Lieblingscharaktere geworden ist, obwohl er erst Ende des zweiten Teils wirklich wichtig und hervorgehoben wurde. Pug (Milamber) und auch Tomas, Martin und Jimmy kamen wieder nicht zu kurz und erzählten die Geschichte und trieben sie auf ihre Art und Weise spannend voran. Sie waren nicht oberflächlich beschrieben und man konnte sie in ihrem Handeln gut verstehen und mit ihnen mitfühlen.
So trugen allein die Charaktere für einen spannenden Aufbau der Geschichte bei, der bis zum finalen Showdown auch fesseln blieb. Vielleicht hätte man an dieser Stelle auch ein bisschen mehr Handlung einfließen lassen und mehr darauf eingehen können, denn trotz der angenehmen Atmosphäre und den realistisch handelnden Figuren, hatte ich das Gefühl nie wirklich im Buch drin zu sein. Ich habe mich eher als ein Betrachter gefühlt, als wirklich mit im Geschehen mit drin zu sein.
Raymond Feists Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig; die Sätze oft kompliziert und man muss sie manchmal zweimal lesen, um sie richtig zu verstehen. Es liegen jedoch nicht nur Parataxen vor, sodass man trotzdem flüssig und ohne Stocken lesen kann.
Ich finde den Teil wirklich einen gelungen Abschluss und freue auf die weiteren Bücher von Raymond Feist!J


Ich will mich nicht zu einem Gefangenem in meinem eigenen Heim machen lassen.“ Quelle: „Dunkel über Segathon, Raymon Feist, Blanvalet Verlag; S. 44

Fazit:
Ein wirklich gelungener Abschluss der Reihe- es ging um Liebe, Krieg, Magie und Erlösung- und um eine Menge Schockmomente.
Deshalb erhält das Buch von mir 5 von 5 Sterne!


Hier könnt ihr euch direkt die Amazonseite des Buches ansehen!
LG Tosca 😉

Rezension "Stolz und Vorurteil"

Titel: Stolz und Vorurteil
Autor: Jane Austen
Verlag: Penguin Verlag
Hier gehts zum Buch
Inhalt:
„Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.“
Nicht weniger als fünf Töchter haben die Bennets standesgemäß unter die Haube zu bringen. Kein leichtes Unterfangen für eine Familie auf dem Land, die nur über ein bescheidenes Vermögen verfügt. Ausgerechnet die intelligente Elizabeth, das Lieblingskind des Vaters, erweist sich als besonders schwieriger Fall. Zum allgemeinen Unverständnis hat sie die Stirn, den Antrag eines wohlsituierten Pfarrers auszuschlagen. Statt dem Drängen der Familie nachzugeben, folgt Elizabeth hartnäckig ihrem eigenen Urteil.
Rezension
Mit diesem viel zitierten Satz beginnt Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“, eine Lektüre über das Leben Elisabeth. Sie ist eine der fünf Töchter der Bennets, einer der Oberschicht angehörigen Landadelsfamilie mit nur geringem Vermögen. Oberstes Ziel der Mutter ist es, ihre Töchter schnellstens zu verheiraten. Aber in der Provinz mangelt es an standesgemäßen und vermögenden Heiratskandidaten. Mrs. Bennet macht sich daran, Bingley möglichst schnell und erfolgreich mit ihrer Tochter Jane zu verkuppeln, was zunächst misslingt.
Bei einem Besuch der Bennets lernt Elisabeth Mr. Darcy kennen, der gesellschaftlich jedoch sehr weit über ihr steht. Dieser macht kurze Zeit später Elisabeth einen Heiratsantrag. Doch das Unvorstellbare geschieht: sein Antrag wird abgelehnt.
Die Mauern der gegenseitigen Ablehnung scheinen schon fast unüberwindbar, da lernt Elisabeth Darcy bei einem zufälligen Treffen von einer gänzlich anderen Seite kennen.
Gesellschaftliches Aufbegehren oder Sturm im Wasserglas?
Das Ziel Jane Austens in ihrem Gesamtwerk war es stets, Miniaturporträts und Modellcharakter zu entwickeln. Dabei gelang es ihr immer wieder, nicht zu klischeehaft auszufallen. Der Schreibstil war sehr angenehm, auch für einen Klassiker, und besonders geschickt verwendet sie in „Stolz und Vorurteil“ die erlebte Rede. Die große Kunst Jane Austens jedoch besteht in der ironischen Sichtweise auf ihre Charaktere. Besonderes Highlight sind die geschliffenen Dialoge zwischen Darcy und Elisabeth. Allgemein hat mir das Buch sehr gut gefallen, es war mein erster Klassiker dieser Art, weswegen ich keine Vergleiche habe, jedoch bekommt dieses Buch 4/5 Sterne von mir!
LG Lara

Montag, 4. September 2017

Rezension zu Stolz und Vorurteil


Hallo, heute habe ich eine Rezension zu dem Buch Stolz und Vorurteil für euch. Da dieses Buch mein erster "richtiger" Klassiker war, war das Lesen des Buches für mich eine besondere Erfahrung. Viel Spaß beim Lesen meiner Meinung:)






























Allgemeines:

Titel: Stolz und Vorurteil
Autorin: Jane Austen
Verlag: Penguin Verlag
Seitenzahl: 636
Preis: 10,00€



Inhaltsangabe:
Nicht weniger als fünf Töchter haben die Bennets standesgemäß unter die Haube zu bringen. Kein leichtes Unterfangen für eine Familie auf dem Land, die nur über ein bescheidenes Vermögen verfügt. Ausgerechnet die intelligente Elizabeth, das Lieblingskind des Vaters, erweist sich als besonders schwieriger Fall. Zum allgemeinen Unverständnis hat sie die Stirn, den Antrag eines wohlsituierten Pfarrers auszuschlagen. Statt dem Drängen der Familie nachzugeben, folgt Elizabeth hartnäckig ihrem eigenen Urteil …



Meine Meinung:

Zur Gestaltung:
In meinen Augen ist die Stolz und Vorurteil aus dem Penguin Verlag eine der schönsten. Sowohl das Cover, als auch der Buchrücken und die Rückseite von Jane Austens Werk sind mit einem Rosanem Blumenmuster auf hellblauem Hintergrund bestückt, was unglaublich toll aussieht. Ich hoffe, dass auch andere Bücher von Jane Austen mit dieser Aufmachung im Penguin Verlag erscheinen!


Zum Inhalt:
Für mich ist Stolz und Vorurteil ein ganz besonderes Buch. Es ist mein erster "richtiger" Klassiker gewesen und entgegen meiner Erwartungen ist mir das Lesen des Buches sehr leicht gefallen. Die Geschichte hat mich mitgerissen , auch wenn die Handlung nicht besonders spektakulär war. Mir haben eher die Entwicklung der Charaktere und, dass mir ein guten Eindruck von der damaligen Zeit geliefert wurde, gefallen. Besonders fand ich, wie viele tolle Zitate sich in dem Buch verborgen haben, hier ein paar Beispiele:

„Nachzugeben, ohne überzeugt worden zu sein, ist für den Verstand von beiden kein Kompliment“

(Jane Austen, Stolz und Vorurteil, Penguin Verlag)


"Ist nicht Unhöflichkeit gegenüber dem Rest der Welt der Inbegriff von Liebe?"

(Jane Austen, Stolz und Vorurteil, Penguin Verlag)


An dieser Stelle hätte ich noch weitere Zitate einfügen können, allerdings sind diese so lang, dass ich sie nicht verwenden darf.


Zu den Charakteren:
Elizabeth Bennet ist die Person in der Geschichte, die mir am sympathischsten ist. Sie ist klug und denkt für ihre Zeit schon sehr modern. Was sie außerdem auszeichnet ist, dass sie im Gegensatz zu ihren Schwestern einen eigenen Kopf hat. Ihre Schwester Jane mag ich auch, da sie in allem und jedem versucht etwas Gutes zu finden und offen auf Leute zugeht. Insgesamt kann ich sagen, dass der Charakter aller Figuren sehr unterschiedlich ist und eine große Vielfalt bildet.


Zum Schreibstil:
Jane Austens Schreibstil ist einerseits sehr locker und andererseits komplex, ohne anstrengend zu sein. Diese Mischung macht ihre Bücher einzigartig. Einige Passagen bestehen aus Dialogen oder Briefen, was Abwechslung bringt und wo die Ausdrucksweise der Charaktere deutlicher wird.



Fazit:

Stolz und Vorurteil hat nicht nur ein wunderschönes Cover, auch die Geschichte ist einfach toll und es lohnt sich in Ruhe in sie einzutauchen. Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich das Buch bewerten soll, da die Geschichte sehr einfach aufgebaut ist und es auch die ein oder andere Länge gibt. Letztendlich habe ich mich dann doch dazu entschieden 4,5 Sterne zu vergeben.

Stolz und Vorurteil hat einfach seinen eigenen Charme und ich würde jedem raten, dieses Buch zu lesen.


LG

Jasmin (jassi_loves_books)

Samstag, 2. September 2017

Rezension "Quarter Life Poetry"

Titel: Quarter Life Poetry - Warum meine Freunde Kinder bekommen & bei mir nicht mal ein Kaktus überlebt
Autor: Samantha Jayne
Verlag: btb
Hier gehts zum Buch
Inhalt:
Samantha Jayne weiß, dass das Leben nach der Uni alles andere als glamourös ist. Wahrend alle anderen Kinder kriegen, den Traumjob ergattern und den Studienkredit abbezahlen, spricht ihre Poetry mit kongenialen Illustrationen für alle, die verstanden haben, dass das hier nicht die "besten Jahre deines Lebens" sind. Quarter Life Poetry zeigt die Struggles einer Generation zwischen Dating-Apps, ziemlich mittelmäßigem Sex und schlecht bezahlten Jobs. Einer Generation, die so witzig, cool und selbstironisch an sich zweifelt, wie es noch keine vor ihr getan hat.
Rezension:
Ich bin wirklich enttäuscht von dem Buch. Ich hatte gedacht, es enthält wirklich komplette ganze Poetry Slams, stattdessen befindet sich auf jeder Seite nur ein Satz und eine Illustration - und reimen,wie es die Poetry Slams zumindest manchmal tun sollten, tut es sich auch nicht wirklich. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass das Buch aus dem Englischen einfach schlecht übersetzt wurde oder ob die Texte wirklich so schlecht gereimt sind.
Da ich selbst öfters mal Poetry Slams verfasse, weiß ich wie schwierig es manchmal ist, reimende Texte zu verfassen, aber mit Googles Hilfe und Umstellen der Sätze gelingt es eigentlich. Aber das muss man auch wirklich wollen. Dieses Buch kam mir eher vor, als wollte die Autorin einfach nur mal schnell ein Buch rausbringen.
Das einzig positive war, dass man es schnell durch hatte, da wie gesagt auf jeder Seite nur höchstens 4 Zeilen waren und das Buch knapp 200 Seiten hatte. Die Illustrationen waren auch in Ordnung und passten auch meistens zum Text darunter.
Trotzdem gebe ich dem Buch nur einen Stern, da ich mir echt etwas anderes vorgestellt hatte. Ich denke Poetry-Slams kann man einfach nicht übersetzen ohne das sie ihre Wirkung verlieren.
LG Lara

Sonntag, 27. August 2017

New York zu verschenken - Rezension





Titel: New York zu verschenken
Autor: Anna Pfeffer (Pseudonym der Autorinnen Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmit)
Seitenzahl: 330 Seiten
Preis: broschiert 14,99€ (hier)
Verlag: cbj Verlag
erscheint am 28.8.2017


Inhalt:

Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. Olivia hat ihn grundlos nach ein paar Monaten abserviert, und das, obwohl er sie doch mit einer Reise nach New York überraschen wollte. Das Ticket ist auch schon auf ihren Namen gebucht. Kurzerhand startet der selbstsichere Sonnyboy via Instagram die Suche nach einer neuen Olivia Lindmann. Der Andrang ist mäßig, aber es meldet sich eine 16-jährige Liv, die ganz anders ist, als die Mädchen, die Anton sonst trifft …

Freitag, 18. August 2017

Uwe Wilhelm - Die 7 Farben des Blutes

 Hallo und herzlich Willkommen zu einem etwas anderem Blogpost!

Im folgendem Blogpost dreht sich alles um den Autor Uwe Wilhelm und seinen neuen Thriller 'Die 7 Farben des Blutes', welcher am 17.07.2017 im Blanvalet-Verlag erschienen ist.
Hier geht's zur Website vom Verlag




 Aber nun erstmal zum Inhalt des Buches:

 Drei Morde in drei Monaten. Drei Frauen. Drei Verkündungen, in denen der Mörder von sieben „Heilungen“ erzählt. Die Berliner Polizei steht unter Druck. Doch dann ist die Serie mit einem Mal beendet und gerät in Vergessenheit – nur nicht für Staatsanwältin Helena Faber, die davon überzeugt ist, dass dies erst der Anfang war. Als ein Jahr später eine vierte Frau brutal ermordet wird, macht Helena Jagd auf den, der sich selbst Dionysos nennt. Es ist der Beginn eines Rennens gegen die Zeit, aber auch eines Kampfes ums Überleben, denn Helena ist ins Visier des Täters geraten. Und Dionysos wird nicht aufgeben, solange sie nicht „geheilt“ wurde.










Über den Autor:

Uwe Wilhelm, geboren 1957 in Hanau, hat Germanistik und Schauspiel studiert. Seit 1987 arbeitet er als Autor für Drehbücher, Theaterstücke und Sachbücher. Er hat mehr als 120 Drehbücher u.a. für Bernd Eichinger, Katja von Garnier und Til Schweiger verfasst. Uwe Wilhelm ist verheiratet und lebt mich seiner Familie in Berlin.
Quelle: Autoreninfo hinten im Buch







Quelle Foto: Homepage des Autors


Auf der Homepage des Autors findet ihr außerdem ein spannendes Videotagebuch, welches die Protagonistin führt. Den direkten Link zur Homepage findet ihr hier . Damit kommt ihr auf die Homepage des Autors, direkt auf die Kategorie Start. Wenn ihr nun runter scrollt findet ihr die Videotagebücher, außerdem gibt es dort noch mehr Zusatzmaterial zum Buch!

Jetzt habe ich noch ein paar Fragen von mir und die Antworten des Autors, die er mir freundlicher Weise über facebook beantwortet hat:


In Ihrer Autoreninfo im Buch steht, dass Sie ebenfalls ein Drehbuchautor sind. Für welche bekannten Filme haben Sie Drehbücher verfasst?
Und wie kam dieser Umschwung, anstatt Drehbücher mal ein eigenes Buch zu schreiben?
Als Drehbuchautor habe ich "Bandits" und "Sass" fürs Kino geschrieben. Ansonsten 120 Drehbücher für Serien und Spielfilme. Zum Beispiel den Tatort "Heimatfront" und zwei Berliner Polizeirufe.



Die Entscheidung, keine Drehbücher mehr zu schreiben, hängt damit zusammen, dass ich davon gelangweilt war, die Grenzen, die das Fernsehen setzt, zu akzeptieren. Filme im Fernsehen müssen so sein, das Kinder ab zwölf Jahren zuschauen können. Das schließt eine Menge Geschichten und Erzählungen aus. Dazu kommt, dass ein Drehbuchautor letztlich nur einer von vielen ist, die dazu beitragen, dass ein Film entsteht. Ich wollte die Kontrolle über meine Werke haben. Und das kann ich nur als Schriftsteller.



Die 7 Farben des Blutes ist ja ihr zweiter Thriller. Ihre vorherigen Bücher gingen ja in eine komplett andere Richtung. Was hat Sie dazu gebracht, nun Thriller zu schreiben?
Thriller waren von Anfang an mein erklärtes Ziel, wenn Ich Romane schreibe. Die Sachbücher davor waren eher erste Versuche, in der Welt der Bücher Fuß zu fassen und mich auszuprobieren. Und im Gegensatz zu Drehbüchern bieten Romane die Möglichkeit, viel tiefer in Geschichten und Figuren einzutauchen und auch härter und komplexer zu erzählen. Das hat mich interessiert und lockt mich bis heute.

  

Den Dionysos in 'Die 7 Farben des Blutes' haben Sie ja schon relativ in der Mitte des Buches kenntlich gemacht, wer aufmerksam liest dem fällt das auf. Was hat Sie dazu veranlagt dies zu tun, hatten Sie einen gewissen Hintergedanken dabei, wenn ja welchen?
Nicht alle Leser entdecken Dionysos schon so früh als den Täter (Kompliment). Mein Plan war es allerdings, den Täter zu verraten, um die Angst um die Hauptfigur Helena Faber ins Zentrum zu rücken. Es sollte nicht länger ein Rätsel sein, wer der Täter ist, sondern der Leser sollte sich fragen, was mit aus Helena geschehen wird, und wie und ob sie der Gefahr entkommen kann.
  

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, die dissoziative Amnesie der Frau Faber in das Geschehen einzubringen?
 Die Amnesie bei Helena Faber ist deswegen ins Spiel gekommen, weil mich extreme Situationen interessieren. Ich versuche die Grenzen von Figuren auszuloten. Dafür bringe ich sie in Gefahren, die außerordentlich sind, die ihnen mehr abverlangen, als wir uns je für uns selbst vorstellen wollen. In einem anderen Roman, der bereits im März erschienen ist, leidet die Hauptfigur unter Fühllosigkeit, was dazu führt, dass sie keinerlei Schmerzen mehr empfinden kann. Was wie die Ausstattung für einen Superhelden klingt, hat eine Kehrseite, weil die Figur auch keine Zärtlichkeiten mehr spürt.

 
Wieso haben Sie sich gerade den Gott Dionysos ausgesucht, und warum gerade eine Person aus der griechischen Mythologie?
 Die Götter in der griechischen Mythologie, für die ich mich schon seit meiner Kindheit interessiere, sind Prototypen für menschliche Fähigkeiten, Verhalten, Sehnsüchte. Dionysos ist bei den Griechen anders als später bei den Römern ein Gott, der für die Ausschweifungen, den Wahnsinn, die Grenzüberschreitung steht. Auch hier zeigt sich mein Interesse und meine Vorliebe für außerordentliche Figurenentwürfe.

 
Wird es weitere Bände der Reihe geben, wenn ja wann planen Sie diese zu schreiben/veröffentlichen?
Es wird insgesamt drei Bände geben, wie das Leben der Staatsanwältin Helena Faber erzählen. Der nächste wird im Juni 2018 erscheinen.


Hier war das Interview. Ich hoffe ihr hattet genauso viel Spaß daran, es zu lesen, wie ich daran hatte, es vorzubereiten:) Und wie wir jetzt wissen, wird es Folgebände geben! Jetzt heißt es abwarten
Unten verlinke ich euch noch die anderen Bücher, die im Interview erwähnt wurden.

Nach dem Schmerz, Thriller

Ich!: Lob des Egoismus, Sachbuch







Und nun, zum guten Ende meine Rezension:
Charaktere
Die Charaktere haben alle sehr gut harmoniert und zu der Geschichte gepasst. Was mich am meisten bewundert hat, war die einsetzende Krankheit bei der Staatsanwältug Helena Faber. Diese war mir von Beginn an sehr sympathisch und ich habe sie wirklich sehr gemocht. Schockiert war ich über die brutale Vorgehensweise des Dionysos, was allerdings auch wieder zum Charakter gepasst hat, und ich passend fand.
Die beiden Töchter von Helena Faber waren meiner Meinung nach etwas zu weit entwickelt für ihr Alter, da hätte man das Alter etwas hochschrauben können, denn ich denke, mit 10 und 13 ist man noch nicht so selbstständig, wie die beiden beschrieben wurden.
Robert Faber passte ebenfalls gut dazu, und seine immer noch bestehende Liebe zu Helena Faber wird auch deutlich, vorallem als sie zum Schluss hin verschwindet.
Cover-, Buchgestaltung
Die Grundfarbe des Buches ist schwarz, was ich sehr schön finde. Die Farbe vermittelt einen sehr düsteren Eindruck, was zum Genre Thriller sehr gut passt. Auf dem Coverist eine große "7" in weiß-grau abgebildet, allerdings zueht sich eine rote Blutsspur durch das weiß.
Der Titel ist durch die "7" geschrieben, an den schwarzen Stellen in weißer Blockschrift, an den weißen Stellen in schwarzer.
Das Buch an sich ist in 3 Teile aufgeteilt, die in römischen Zahlen auf weißen Seiten abgebildet sind.
In den 3 Teilen gibt es einzelne Kapitel, diese werden vor Beginn mit der jeweiligen Zahl und einem Schrägstrich abgebildet.
1/ (...)
Lieblingszitat
Manchmal ist ein Wiedersehen schmerzhafter als ein Abschied.
Allgemein
Zuerst war ich ein wenig enttäuscht, weil man schon relativ am Anfang, noch nicht in der Mitte einen Hinweis bekommen hat, wer sich als Dionysos ausgibt und diese schrecklichen Taten vollzieht. Allerdings wurden einige entscheidene Details erst zum Ende hin klar und trotz dass man eine Vermutung hatte, konnte und wollte man sich nicht festlegen, weil die Tatsache ebenso absurd wie unmöglich war. Der Spannungsbogen zieht sich konsequent durch die ganze Geschichte, es wird nie langweilig.
Teilweise, vorallem am Ende ging mir das ewige Hin-und-Her ein wenig auf die Nerven, aber im Endeffekt passte das alles gut zu der Geschichte.
Was mir besonders gut gefallen hat, war das Einbringen der dissoziativen Amnesie bei Helena Faber und wie vorallem den Krankheitsverlauf und vorallem den Auslöser beobachten konnte.
Alles in einem ein sehr guter Thriller, der sich auf alle Fälle zu lesen lohnt! Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Details werden sehr genau beschrieben und der Spannungsbogen besteht konstant, sodass ich sagen kann dass dieses Buch 5/5 Sterne von mir bekommt!




Mit der Rezension verabschiede ich mich von euch, ich hoffe euch hat der Blogpost gefallen! Das war für mich echt eine Herzenssache und hat mir echt Zeit geraubt. Aber ich denke dass es sich gelohnt hat! Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung eiens Rezensionsexemplars und danke an den Autor für die Antworten auf meine Fragen. Beste Grüße, Lara💗